In Kundus sitzen derzeit 30 000 Kämpfer fest
USA: Taliban-Chef Omar darf nicht entkommen

Die USA wollen einen freien Abzug von Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar verhindern: Seine Regierung sei gegen ein freies Geleit nach Kapitulationsverhandlungen mit den Taliban in Afghanistan, sagte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Montag in Washington.

afp WASHINGTON. Es müsse verhindert werden, dass hochrangige Vertreter der Taliban oder der El-Kaida-Organisation von Osama bin Laden an anderer Stelle ihre terroristischen Aktivitäten fortsetzten. Der US-Verteidigungsminister schloss nicht aus, dass US-Truppen flüchtige Taliban-Kämpfer oder El-Kaida-Mitglieder auch über die Grenze nach Pakistan verfolgen könnten.

Zu den derzeitigen Verhandlungen der Nordallianz über eine Kapitulation der Taliban in deren letzter Bastion Kundus in Nordafghanistan äußerte Rumsfeld die Hoffnung, dass die in der Stadt verschanzten Taliban-Kämpfer "getötet oder gefangen genommen" würden.

Die in Kundus von der Nordallianz umzingelten Taliban wollen sich unter der Bedingung einer "neutralen afghanischen Stelle" unter Aufsicht der UNO stellen, dass ihnen freies Geleit zugesichert wird. Die radikalislamische Miliz fordert zudem die Übergabe ausländischer Kämpfer an die Vereinten Nationen sowie deren Rückführung in ihre Heimatländer. Umzingelt von der Nordallianz sitzen in Kundus bis zu 30 000 Taliban-Kämpfer und verbündete arabische Kämpfer fest.

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