In Ludwigshafen
BASF stellt vorübergehend 56 Anlagen ab

Der Chemiekonzern BASF stellt in seinem Ludwigshafener Stammwerk von Mitte Dezember bis Anfang Januar 56 von 250 Produktionsanlagen ab. Rund 10 000 der knapp 40 000 Mitarbeiter nehmen in dieser Zeit Urlaub oder feiern Zeitguthaben ab.

dpa LUDWIGSHAFEN. Das sieht eine am Freitag von der BASF und den Arbeitnehmervertretern geschlossene Betriebsvereinbarung vor, wie eine BASF-Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Kurzarbeit wird es erwartungsgemäß nicht geben.

Der weltgrößte Chemiekonzern hatte die Abstellungspläne bereits am 12. November angekündigt. In der Zwischenzeit wurde mit dem Betriebsrat über die genaue Umsetzung verhandelt. Grund für die Maßnahme ist die schwache Konjunktur. Die Auslastung der Anlagen ist auf den niedrigsten Stand seit der Rezession Anfang der 90er Jahre gefallen und liegt in Ludwigshafen bei 68 %. Das Unternehmen erwartet zudem ein "sehr schwieriges Jahr 2002".

Die BASF war von der weltweiten Konjunkturschwäche hart getroffen worden. In den ersten drei Quartalen sank der Umsatz um 6,8 % auf 24,8 Mrd. Euro (48,5 Mrd. DM). Beim Vorsteuergewinn von 7,16 (Vorjahr: 2,21) Mrd. Euro stammten 6,1 Mrd. Euro aus dem Verkauf der Pharma-Sparte. Ohne diesen Einmal-Effekt hätte sich der Vorsteuergewinn mehr als halbiert. Am Mittwoch war zudem bekannt geworden, dass die BASF wegen der Beteiligung an einem Vitaminkartell eine Buße über 296,16 Mill. Euro an die EU zahlen soll.

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