In Niedersachsen sind die Aussichten gut
Insolvenzverwalter sieht Babcock-Jobs gerettet

Von den 1200 Arbeitsplätzen bei Tochterunternehmen der insolventen Babcock Borsig AG in Niedersachsen können nach Angaben des zuständigen Insolvenzverwalters Reinhard Mühl etwa 80 Prozent gerettet werden.

Reuters HANNOVER. Mit Hilfe zweier Landesbürgschaften sei es gelungen, die insolventen Babcock-Töchter PST Spezialbau und Witt-Gruppe zu verkaufen, teilte Mühl am Dienstag in Hannover mit. Für eine dritte Babcock-Tochter werde voraussichtlich noch in dieser Woche ein Übernahmevertrag abgeschlossen. Über die Höhe der Bürgschaften machte Mühl zunächst keine Angaben. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Hannover sagte, die Bürgschaft für die Witt-Gruppe belaufe sich auf 6,5 Mill. Euro.

PST Spezialbau und die Witt-Gruppe sind nach Mühls Angaben wettbewerbsfähige Unternehmen. Durch ihre Einbindung in das Abrechnungssystem der Babcock-Borsig-Gruppe seien sie in den Finanzkreislauf der Oberhausener Muttergesellschaft eingebunden und daher gezwungen gewesen, mit der Zahlungsunfähigkeit der Mutter selbst Insolvenz anzumelden. Vergangenen Freitag habe das Amtsgericht Hannover die Insolvenzverfahren für die niedersächsischen Babcock-Unternehmen eröffnet.

Am Sonntag hatte das Amtsgericht Duisburg das Insolvenzverfahren für die Muttergesellschaft und weitere 18 vorwiegend in Nordrhein-Westfalen ansässige Konzernunternehmen eröffnet. Zum Sachwalter des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung hatte das Gericht den bis dahin als vorläufigen Insolvenzverwalter amtierenden Rechtsanwalt Helmut Schmitz ernannt. Insgesamt sind 61 Babcock-Gesellschaften zahlungsunfähig, für die verschiedene Gerichte 18 vorläufige Insolvenzverwalter bestellt haben.

Babcock Borsig hatte Anfang Juli Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, weil Versuche einer Sanierung am Widerstand der Banken gescheitert waren.

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