In Schweden gibt es weiter Hafenblockaden.
Benzinpreis-Proteste in Spanien abgeflaut

dpa MADRID/STOCKHOLM. Die Proteste gegen die stark gestiegenen Benzinpreise sind in Spanien am Mittwoch merklich abgeflaut. Allerdings gab es dort wie auch in Schweden weiterhin Hafenblockaden. Die schwedische Regierung erwägt derweil gegenüber Spediteuren und Bauern ein Entgegenkommen.

Auf Mallorca versperrten Dutzende von Fischkuttern fünf Stunden lang die Einfahrten zu den Häfen von Palma und Alcudia. Mehrere Fährschiffe, die zwischen Palma de Mallorca und Barcelona, Valencia und anderen Städten verkehren, mussten längere Verspätungen in Kauf nehmen.

Nach Angaben der Hafenbehörden waren auf den Fähren insgesamt 850 Passagiere davon betroffen. Die Fischer hoben die Blockade nach Verhandlungen mit der autonomen Regierung der Balearen auf. In Castellon (Ostspanien) blockierten Fischer den Hafen und eine Raffinerie. In Valencia und Huelva unterbanden Demonstranten den Fischhandel auf den Großmärkten.

Die spanischen Landwirte stellten ihre Protestaktionen vorerst weitgehend ein, um neue Verhandlungen mit der Regierung aufzunehmen. Die Bauernverbände drohten, die Proteste zu verstärken, falls Madrid in den Gesprächen keinen Ausgleich für die hohen Benzinpreise gewährt. Im spanischen Parlament wurde der Antrag der Opposition aus Sozialisten und Kommunisten abgelehnt, die Mineralölsteuer vorübergehend zu senken und die Gewinne der Ölkonzerne mit einer Sonderabgabe zu belasten.

Aus dem schwedischen Finanzministerium in Stockholm verlautete am Mittwoch, dass die steuerlichen Regeln für Spediteure sowie Landwirte "untersucht" werden sollten. Gleichzeitig wurden die fünf Tage zuvor begonnenen Hafenblockaden in Göteborg, Stockholm und Södertälje fortgesetzt. Die Polizei in Göteborg kündigte eine härteres Vorgehen gegen die Lkw-Fahrer an, nachdem am Vortag Politiker mehrerer Parteien kritisiert hatten, dass die gesetzwidrigen Aktionen bisher völlig ungeahndet geblieben seien. Von den Autoherstellern Scania in Södertälje und Volvo in Göteborg wurden am Mittwoch erste Engpässe bei der Produktion wegen ausgebliebener Zulieferungen gemeldet.

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