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In Spanien drohen Flugausfälle

Wegen der steigenden Versicherungsprämien nach den Terroranschlägen in den USA hat der Verband der spanischen Fluggesellschaften vor Flugausfällen ab kommender Woche gewarnt.

dpa MADRID. Wenn die Regierung nicht mit einer Staatshaftung einspringe, müssten ab nächsten Dienstag ganze Flotten bis auf weiteres stillgelegt werden, heißt es nach Rundfunkberichten vom Samstag in einem Schreiben an das Verkehrsministerium in Madrid. Bereits am Montag um Mitternacht liefen viele der Policen aus. Dem Verband gehören Gesellschaften wie Spanair und Air Europa, nicht aber der Marktführer Iberia an.

Nach den Attentaten mit entführten Flugzeugen in den USA verlangen die Versicherungen Prämien, die das 15fache der alten übersteigen. Gleichzeitig soll die Deckungssumme für so genannte Drittschäden aus Krieg oder Terroranschlägen nur noch 50 Mill. Dollar statt bisher 1 Milliarde Dollar betragen.

Iberia schließt wegen der Auswirkungen der Anschläge auf die Branche Kündigungen inzwischen nicht mehr aus. In jedem Fall werde es aber einen Einstellungsstopp geben, teilte das im April privatisierte Unternehmen mit. Die Flugstunden sollen um zehn Prozent reduziert werden. Zudem sei die für nächstes Jahr geplante Anschaffung von 19 neuen Maschinen auf Eis gelegt worden. Es werde auch die Trennung von fünf Flugzeugen geprüft. Im Gegensatz zu anderen europäischen Fluggesellschaften sei Iberia aber von den Folgen der Attentate nicht so stark betroffen, weil sich das Geschäft auf Lateinamerika konzentriere.

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