In Spanien sind die Fans ungeduldig
Spanier dürsten nach Auftakt-Sieg

Das "weiße Ballett" von WM-Debütant Slowenien will die schwarze Serie von WM-Versager Spanien verlängern. Im blütenweißen Outfit von Real Madrid schickt sich die Mannschaft von Trainer Srecko Katanec am Sonntag in Gwangju (13.30 Uhr/MESZ) nun an, das mit fünf Spielern des Champions-League-Siegers gespickte, seit 52 Jahren in WM-Auftaktspielen sieglose Star-Ensemble erneut zu demütigen.

dpa GWANGJU/SÜDKOREA. "Wir können für jede Mannschaft ein ebenbürtiger Gegner sein", kündigte der slowenische Mittelfeld-Star Zlatko Zahovic vor dem Start in der Gruppe B selbstbewusst an.

In Spanien sind die Fans ungeduldig und die Erwartungen an "La Furia Roja" (Die rote Furie) hoch. "Es scheint als seien wir verpflichtet, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Aber wie oft ist uns das in der Vergangenheit gelungen", fragte Trainer José Antonio Camacho. Noch nie. Mit dem vierten Platz von 1950 als bestem Ergebnis genießen die Spanier den zweifelhaften Ruhm eines WM-Versagers.

In direktem Zusammenhang mit dem WM-Abschneiden stand bisher der Start der Spanier ins Turnier. Der letzte Sieg gelang 1950 mit dem 3:1 gegen die USA. Danach setzte es fünf Niederlagen und drei Unentschieden. Vor vier Jahren in Frankreich bahnte sich nach dem 2:3 gegen Nigeria das Vorrunden-Aus an, 1994 in den USA reichte es nach einem mageren 2:2 gegen Südkorea nur fürs Viertelfinale. Selbst bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren befreiten sich Raul & Co. mit dem 0:1 gegen Norwegen nicht vom Makel des Fehlstarters.

Von der Euro in Belgien und Holland datiert das bisher einzige Aufeinandertreffen der Spanier und Slowenen. Beim 2:1 schrammte der Favorit damals knapp an einer Blamage vorbei. "Das ist eine andere Geschichte. Inzwischen sind die Slowenen sehr viel erfahrener", warnte Abwehrchef und Kapitän Fernando Hierro, der wie seine Kollegen in den vergangenen Tagen vom "Schlüsselspiel" für eine erfolgreiche WM sprach. Trainer Camacho hat alle Stammkräfte zur Verfügung und wird mit dem Offensiv-Trio Diego Tristan, Raul und Juan Carlos Valeron agieren.

Katanec setzt eine erfahrene Abwehrformation mit dem Lauterer Aleksander Knavs entgegen und sieht den Gegner trotz der Misserfolge in der Vergangenheit im Vorteil: "Die Spanier haben an zehn Weltmeisterschaften teilgenommen. Sie sind der klare Favorit."

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