In Teilbereichen werden gute Noten ausgestellt
AKW Temelin: UN-Expertenteam bilden sich ein Urteil

ap PRAG. Ein Team von UN-Experten hat dem umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin in Teilbereichen gute Noten ausgestellt, aber auch Verbesserungen angemahnt. Die Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) beendeten am Donnerstag ihre dreiwöchige Inspektion der Anlage. Dabei ging es in erster Linie um die Ausbildung der Arbeitskräfte und die Leitung des Kraftwerks.

Der technische Direktor von Temelin, Jiri Vagner, zeigte sich mit den Ergebnissen der IAEA-Prüfung zufrieden. Am besten bewertet worden sei "der sehr gute Zustand der Ausrüstung und unser System der Vorbereitungen für einen Notfall". Ein Sprecher der IAEA bestätigte, dass das Team teilweise gute Eindrücke von der Anlage habe, fügte jedoch ohne nähere Erläuterung hinzu: "Andere Bereiche müssen verbessert werden."

Erste von insgesamt drei Phasen abgeschlossen

Die IAEA-Prüfungsmission besteht aus insgesamt drei Phasen, von denen die erste nun abgeschlossen ist. Die zweite Phase soll im Juni, die dritte im Oktober beginnen. Das Atomkraftwerk hatte am Sonntag seinen Betrieb wieder aufgenommen, nachdem es Mitte Januar wegen technischer Probleme abgeschaltet worden war. Die Leistung des ersten Blocks liegt zurzeit bei 30 %.

Temelin befindet sich 50 Kilometer von der österreichischen und 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt in Südböhmen. Die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks im Oktober löste Proteste von Politikern und Umweltgruppen in Österreich aus. Die Anlage sowjetischer Bauart wird in Österreich und Deutschland für nicht ausreichend sicher gehalten.

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