In zehn Landtagen vertreten
FDP schafft es wieder nicht

Die seit Jahren geplagte FDP konnte zwar in Bayern an Boden gewinnen. Zu einem Wiedereinzug in den Landtag hat es jedoch nicht gereicht.

HB DÜSSELDORF. Bei der Bundestagswahl im September 2002 erreichte die FDP zwar weder die angestrebten 18 Prozent noch die Rückkehr in die Regierung. Mit 7,4 Prozent übertrafen sie aber das Ergebnis von 1998 um 1,2 Punkte. Bei der zeitgleichen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern legte die FDP um 3,1 Punkte zu, verfehlte aber mit 4,7 Prozent erneut den Sprung in den Landtag. Die beiden ersten Landtagswahlen des Jahres 2003 brachten im Februar in Hessen (7,9 Prozent/plus 2,8 Punkte) und Niedersachsen (8,1 Prozent/plus 3,2) deutliche Zugewinne.

Während die hessische CDU unter Ministerpräsident Roland Koch mit ihrer absoluten Mehrheit auf die FDP verzichten kann, regiert Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff (CDU) nun mit den Freidemokraten. In Bremen scheiterte die FDP am 25. Mai 2003 trotz eines Zugewinns von 1,7 Punkten mit 4,2 Prozent an der Fünf-Prozent- Hürde, konnte aber wegen des besonderen Wahlrechts einen Abgeordneten mit Bremerhavener Stimmen in die Bürgerschaft schicken.

Nach dem Machtverlust im Bund 1998 hatte die FDP zunächst meist Verluste eingefahren. Erst mit den guten Ergebnissen des Jahres 2000 in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen erhielt die Partei neuen Auftrieb. Nach dem Comeback in Berlin und Hamburg 2001, in Sachsen-Anhalt 2002 und in diesem Jahr in Niedersachsen und Bremen ist die Partei derzeit in zehn Landtagen vertreten.

In Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und zuletzt Niedersachsen ist sie drittstärkste Kraft geworden. Ihre besten Ergebnisse hatte die FDP in Nordrhein- Westfalen (2000: 9,8 Prozent), Berlin (2001: 9,9) und Sachsen-Anhalt (2002: 13,3). In fünf Ländern ist die FDP an den Regierungen beteiligt: Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen- Anhalt und Niedersachsen.

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