In Zeitungsanzeigen
Porsche-Chef Wiedeking macht Werbung für die Steuerreform

dpa STUTTGART. Wendelin Wiedeking (48), Porsche-Chef, hat sich am Donnerstag mit Werbeauftritten gleich zwei Mal in großen Tageszeitungen zu Wort gemeldet. Für das Bundesfinanzministerium posiert der Automanager auf der Kühlerhaube eines seiner Sportwagen und lobt die Steuerreform der Bundesregierung als "echten Meilenstein". Im "Handelsblatt" fand sich auf der gegenüber liegenden Seite dann noch eine Anzeige - diesmal von Porsche selbst, allerdings ohne Wiedekings Konterfei. Darin wird die Entscheidung des Unternehmens verteidigt, den Aktionären auch künftig keine Quartalszahlen bekannt zu geben.

Der geballte Werbeauftritt sei "reiner Zufall", versicherte Porsche-Sprecher Christian Dau. Die Anzeige zu den fehlenden Quartalszahlen sei zum zweiten und letzten Mal erschienen, die Kampagne von Finanzminister Hans Eichel (SPD) gerade erst angelaufen. Für Eichel, mit dem sich der Porsche-Manager genau wie mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) "hervorragend" verstehe, habe sich der parteilose Wiedeking honorarfrei ablichten lassen. Außerdem sei die Überparteilichkeit ein Prinzip von Porsche: Wiedeking könne zum Beispiel auch mit den Grünen und dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU), meinte Dau.

In eigener Mission will Porsche seinen Aktionären über die zweite Anzeige vermitteln, dass es "etwas Wichtigeres als Quartalszahlen" gebe. Das Unternehmen wird im Herbst vermutlich aus dem Börsenindex MDax gestrichen, weil es auf die üblichen Zwischenberichte weiter verzichten will.

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