In Zukunft potenziell 92 % der US-Bevölkerung erreichbar
Voicestream mit kräftigem Umsatzzuwachs und Riesenverlusten

dpa-afx BELLEVUE. Das amerikanische Mobilfunkunternehmen Voicestream Wireless, das die Deutsche Telekom für rund 34 Mrd. $ (72,4 Mrd. DM) übernehmen will, hat im Jahr 2000 seinen Umsatz kräftig um 301 % auf 1,9 Mrd. $ gesteigert. Die Gesellschaft hat aber einen noch stärkeren Verlustanstieg verbucht. Die roten Zahlen erreichten 2,1 Mrd. $ gegenüber 455 Mill. $ im Vorjahr.

"In den vergangenen zwölf Monaten hat sich Voicestream von einem regionalen Mobilfunkbetreiber zu einem landesweiten Anbieter gewandelt", betonte Voicestream-Chef John Stanton. Er verwies auf die Übernahme der Mobilfunkfirmen Omnipoint und Aerial sowie die Übernahme von Joint-Venture-Anteilen von Cook Inlet. Voicestream ist auch dabei, die Mobilfunkfirma Powertel für 6 Mrd. $ zu kaufen. Voicestream hatte zum Jahresende rund 3,9 Mill. Kunden.

Das Unternehmen hat auch bei der jüngsten staatlichen Auktion in Washington wichtige neue Mobilfunklizenzen erworben. Voicestream kann in Zukunft potenziell mehr als 272 Mill. Amerikaner erreichen oder 92 % der US-Bevölkerung. Die Powertel hat ihr Einzugsgebiet im Südosten der USA. Die Fusion mit der Deutsche Telekom werde das Betriebskapital bringen, um sicherzustellen, dass der Voice-Stream-Dienst weiterhin einer der gefragtesten Telekomdienste bleibe, betonte Stanton.

Die Voicestream- und Powertel-Aktionäre werden am 13. März über die Fusion mit der Deutsche Telekom abstimmen. Der Zusammenschluss soll nach Darstellung von VoiceStream im Juni über die Bühne gehen.

Die für den Telekommunikationssektor zuständige US- Aufsichtsbehörde FCC (Federal Communications Commission) untersucht die geplante Übernahme durch die Deutsche Telekom noch. Es hatte wegen der staatlichen Beteiligung an der Deutschen Telekom in Washington zeitweise heftige politische Opposition gegen die Übernahme von Voicestream gegeben.

Voicestream hat im vierten Quartal 2000 den Umsatz auf 650 Mill. $ erhöht gegenüber 164 Mill. $ im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Es fiel allerdings ein riesiger Quartalsverlust von 807 (152) Mill. $ an. Das Unternehmen konnte im Schlussquartal 602 000 neue Kunden gewinnen.

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