Inahaftierte dürfen nicht besucht werden
Diplomaten beenden erste Gesprächsrunde in Kabul

Drei Diplomaten aus Deutschland, Australien und den USA bemühen sich in Afghanistan um die Freilassung der 24 Mitarbeiter der deutschen Hilfsorganisation "Shelter Now".

dpa KABUL. Nach einer ersten Gesprächsrunde mit einem Beamten des Taliban- Außenministeriums sagte einer der westlichen Diplomaten: "Wir versuchen das Äußerste, um Zugang zu den Inhaftierten zu erhalten." Nach Angaben von Ministeriumsvertreter Abdul Ghafoor Afghani sind die Gefangenen wohlauf. Über ihre Bestrafung werde später entschieden.

Die vier Deutschen, zwei Australier und zwei US-Bürger werden wegen angeblicher christlicher Missionierung vor Gericht gestellt. "Ich kann nicht sagen, wie die Strafe ausfällt. Das ist die Aufgabe des Gerichts", hatte zuvor bereits Taliban-Außenminister Wakil Ahmad Mutawakil erklärt.

Die "Shelter"-Mitarbeiter waren vor neun Tagen verhaftet worden. Der Projektleiter aus Bayern, drei Frauen aus Niedersachsen, zwei Australier und zwei US-Amerikaner werden voraussichtlich nach einem Prozess und einer Gefängnisstrafe ausgewiesen. Den 16 gefangenen afghanischen Helfern droht die Todesstrafe.

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