Inbetriebnahme auf unbestimmte Zeit verschoben
Fraport droht Totalausfall beim Flughafen Manila

Der Frankfurter Flughafenkonzern Fraport droht bei seinem wichtigsten Auslandsprojekt in Manila neues Ungemach. Der Untersuchungsausschuss des philippinischen Parlaments wird nach Informationen des Handelsblatts wahrscheinlich empfehlen, das gesamte Vertragswerk über den Betrieb des neuen Terminals in Manila für nichtig zu erklären.

Der Bau eines neuen Terminals in Manila ist das größte Auslandsengagement des Flughafenkonzerns. Fraport hat bislang über Investitionen, Bürgschaften und andere Verbindlichkeiten rund 380 Mill. $ in das Philippinen-Projekt gesteckt.

Fraport-Chef Wilhelm Bender bestätigte dem Handelsblatt (Donnerstags-Ausgabe), dass es Hinweise auf ein solches Votum aus Manila gebe. Der Konzernchef hält jedoch weiter eine Lösung am Verhandlungstisch mit Manila für wahrscheinlich. Sollte der Vertrag für nichtig erklärt werden, würde dies Chancen für eine von den Frankfurtern angestrebte Rückabwicklung des umstrittenen Projekts erleichtern. Fraport spricht bereits seit Monaten mit der Regierung in Manila über eine solche Lösung. Danach will Fraport den zu 99 % fertigen Terminal für 400 Mill. US-Dollar an die Regierung verkaufen und den Deal mit einem Kredit zwischenfinanzieren.

Nach Handelsblatt-Informationen wurde eine inofffizielle Eröffnung des neuen Terminals in Manila ab dem 15. Dezember von den Sicherheitsbehörden untersagt. Die Inbetriebnahme des Terminals ist damit auf unbestimmte Zeit ins Jahr 2003 verschoben.

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