Index im Sinkflug
Dax: Anleger warten auf US-Vorgaben

Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Dienstag Nachmittag weiter leichter. Bis gegen 17.11 Uhr verliert der Dax 0,8 Prozent bzw 44 auf 5.809 Punkte. Händler sprechen von einem ruhigen Handel und verhältnismäßig geringen Umsätzen.

vwd FRANKFURT. Vor den entscheidenden Quartalszahlen aus den USA gehe kaum jemand neue Engagements ein, heißt es auf dem Frankfurter Parkett. Entsprechend ruhig läuft der Handel am Dienstag Nachmittag. Nach Handelsschluss an der Wall Street werden Intel, Apple und andere Zahlen bekanntgeben. Überraschende Nachrichten oder Entwicklungen gebe es am deutschen Markt nicht. Die Technologiewerte bauen ihre Verluste vom Handelsbeginn bis zum Mittag weiter aus und verlieren im Schnitt 2,1 Prozent. Nach Angaben von Händlern wird die Stimmung von einer zurückhaltenden Stellungnahme von Applied Materials gedrückt.

Auch der schlechte Ausblick, den Philips am Morgen gegeben habe, drücke deutlich auf die Stimmung. Am stärksten verlieren Epcos mit einem Minus von 3,9 Prozent auf glatt 52 Euro, gefolgt von SAP mit minus 3,2 Prozent auf 146,74 Euro. Siemens verlieren 0,5 Prozent auf 60,70 Euro. Ähnlich große Kursverluste wie Technologiewerte verzeichen einige Banken. HypoVereinsbank geben 3,5 Prozent auf 51,80 Euro ab und Deutsche Bank 1,9 Prozent auf 80,71 Euro.

Die Herabstufung des Rating-Ausblicks für Morgan Stanley, Goldman Sachs und Merrill Lynch auf "negativ" von zuvor "stabil" durch Standard & Poor's (S&P) belastet nach Angaben von Marktteilnehmern die Titel. Die Emissionstätigkeit nehme ab, damit müssten die Banken auf unattraktivere Geschäftsfelder wie Kredite umsteigen. Belastend seien aber auch die Krisen in Argentinien und der Türkei, so Händler.

Defensive Werte wie RWE, Schering und Eon liegen dagegen leicht im Plus. Eon können nach einer Reihe positiver Kommentare zu dem Geschäft mit BP weiter zulegen und gewinnen um 1,2 Prozent auf 64,34 Euro. Die Zahlen der Bankgesellschaft Berlin (BGB), die am Morgen vorgelegt wurden, bestätigen nach Einschätzung eines Marktteilnehmers, dass die Bank "praktisch pleite" ist. Der Kurs zieht dennoch um 8,1 Prozent auf 9,24 Euro an. Beobachter sprechen von "Zockern", die hofften, dass nun alle schlechten Nachrichten bekannt seien.

Neue Diskussionen gibt es im Streit zwischen der Deutschen Börse und Porsche über die Notwendigkeit von Quartalsberichten. Nach Angaben der Börse hat Porsche erneut das Gespräch gesucht. Die Börse werde Lösungsvorschläge des Unternehmens prüfen, Quartalsberichte seien aber zwingend. Porsche erklärte wiederum, Lösungsvorschläge der Börse würden geprüft. Porsche legen 1,4 Prozent auf glatt 420 Euro zu.

Hugo Boss hingegen leiden unter Problemen bei der neu aufgelegten Damenkollektion. Nachdem die Chefdesignerin gehen musste, sei fraglich, ob in diesem Jahr die ehrgeizigen Verkaufsziele erreicht werden könnten, meint ein Händler. Wichtig sei, dass die neue Designerin den Geschmack der Kundinnen treffe. Das werde man aber frühestens in einigen Monaten sehen. Boss fallen um 6,3 Prozent auf 32,70 Euro.

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