Index schließt leicht im Minus
Dax kommt gegen Kriegsängste einfach nicht an

Die anhaltenden Kriegsängste der Anleger haben dem Deutschen Aktienindex (DAX) am Donnerstag trotz Erholungstendenzen bei den Finanzwerten leicht ins Minus gedrückt.

Reuters FRANKFURT. Deutschlands wichtigster Börsen-Index schloss 0,62 % tiefer bei 2 555,27 Punkten. Damit verteidigte der Dax aber erneut die charttechnisch wichtige Marke von 2 519 Punkten, an der er im Oktober 2002 den tiefsten Stand seit September 1996 markiert hatte. Auf dem Dax lasteten unter anderem die Kursverluste des Auto-Herstellers Volkswagen, dessen Aktien sich in Folge rückläufiger Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa um 3,26 % auf 34,38 ? verbilligten. Die Verluste begrenzten hingegen die steigenden Aktien der Versicherer Allianz und Münchener Rück. Sie stiegen um 1,06 % beziehungsweise 2,58 %. Händler sprachen von einer technischen Erholung und verwiesen auf die günstige Marktbewertung der beiden Konzerne.

Vor der für Freitag erwarteten Veröffentlichung von Quartalszahlen verloren die Anteilsscheine des Mischkonzerns Thyssen-Krupp 2,12 % auf 9,70 ?. Analysten rechnen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2002/03 mit einem kräftigen Gewinnsprung und prognostizieren wegen des gut laufenden Stahlgeschäfts im Schnitt ein Vorsteuergewinn von 184 (Vorjahresquartal: 28) Mill. ?.

Beherrschendes Gesprächsthema der Börsianer blieb am Donnerstag aber der schwelende Irak-Konflikt, der noch immer stärkeren Kursgewinnen entgegensteht. Zudem machen sich immer mehr Börsianer Gedanken über die möglichen wirtschaftlichen Folgen der deutsch-amerikanischen Differenzen im Irak-Konflikt. US-Investoren könnten in Zukunft einen Bogen um den deutschen Markt machen, auch wenn der Dax günstig bewertet sei, sagte etwa der Fondsmanager Ulf Moritzen von Nordinvest in Hamburg.

Im Nebenwerte-Index MDax, der 0,68 % tiefer bei 2871,62 Punkten schloss, ragten nach überraschend guten Zahlen die Aktien des Chemiekonzerns Celanese heraus. Sie legten um 3,12 % auf 18,49 ? zu. Am Neuen Markt brachen die Nordex-Scheine 24,21 % auf 1,44 ? ein. Der vom Windkraftanlagen-Hersteller für das abgelaufene Quartal ausgewiesene Verlust sowie die drastisch gekürzte Prognose für das laufende Jahr hätten die Anleger geschockt, kommentierte der Analyst Patrick Hummel von der LB Baden-Württemberg. In den USA tendierten die Märkte zum Handelsschluss in Frankfurt ebenfalls schwächer. Der Dow-Jones-Index für die Standardwerte fiel 1,62 % und die Technologiebörse Nasdaq 1,31 %.

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