Indexumstellung und Verfallstag
Dax mit Turbulenzen

Der Verfallstermin der Terminbörse und die Indexneugewichtung haben dem Index eine Berg- und Talfahrt beschert.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Kurse im Deutschen Aktienindex Dax unterlagen am Freitag starken Schwankungen. Der Verfallstermin der Terminbörse und die Indexneugewichtung haben dem Dax eine Berg-und Talfahrt beschert, sagten Börsianer. Gegen 17.45 notierte das Kursbarometer unverändert bei 7 048,38 Punkten. Die Freitag- Schlusskurse bilden die Basis für die ab Montag an geltende neue Gewichtung der Dax-Werte. Im Tagesverlauf hatte das Börsenbarometer zwischen rund 6 970 und 7 077 Punkten gependelt.

Mit Gigabell hat das erste Unternehmen am Neuen Markt wegen "drohender Zahlungsunfähigkeit" ein Insolvenzverfahren beantragt, erklärte der Vorstand des Unternehmens. Der Titel wurde auf unbestimmte Zeit vom Handel ausgesetzt. Der Neue Markt, das Segment für die Wachstumswerte, präsentierte sich zuletzt schwächer. Der NEMAX 50 (Performance-Index) verlor 0,66 % auf 5 972,63 Zähler. Die US-Computerbörse NASDAQ hatte bis 17.30 Uhr 1,54 % auf 3 853,53 Zähler eingebüßt. Kursverluste gab es auch für den MDax, das Segment der 70 Nebenwerte: Der Index verlor 0,18 % auf 4 927,38 Zähler.

Die Börsen in London und Paris zeigten sich leichter. Der EuroStoxx 50 aus den wichtigsten Aktien in der Eurozone tendierte ebenfalls mit 0,2 % bei 5 195,54 Zählern im Minus. An der Wall Street gab der Industriewerte-Index Dow Jones 0,11 % auf 11 074,80 Punkte ab.

T-Aktien haben am Freitag durch die Käufe von Fondsgesellschaften kräftige Kursgewinne verzeichnet, erklärten Händler. Gegen 17.30 Uhr Uhr lag der Titel bei einem Umsatz von über 19 Mill. Aktien im Handelssystem Xetra um 3,49 % höher bei 44,50 Euro. Marktbeobachter sagten, dass wegen der Neugewichtung in den Indizes Dax und EuroStoxx 50 Käufe von Fondsgesellschaften und privaten Anlegern eingesetzt hätten. Das Gewicht der Telekom im Deutschen Standardwerte-Index wird auf Basis der Schlusskurse vom Freitag von derzeit etwas mehr als neun Prozent auf mindestens 13 % erhöht.

Die Aktie der Volkswagen AG regierte mit einem Sprung auf den von VW bekannt gegebenen Aktienrückkauf. Die Papiere des Autobauers verbesserten sich um 4,47 % auf 49,10 Euro.

Die Aktien des Energieversorgers Eon büßten zuletzt 2,52 % auf 52,93 Euro ein. Händler führten die Verluste auf die Pläne des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall zurück, sich auf dem norddeutschen Markt zu etablieren. Zudem wird der Energiekonzern im Dax ein vorläufig niedrigeres Gewicht haben. Verluste auch bei die Bayer-Aktie , die 3,10 % auf 43,12 Euro einbüßte.

Die Übernahme des US-Investmenthauses Wasserstein Perella durch die Dresdner Bank steht nach Angaben von Marktbeobachtern kurz vor dem Abschluss. Bereits in den nächsten Tagen werde die Dresdner Bank die Akquisition bekannt geben, hieß es. Der Titel verlor 0,48 % auf 49,67 Euro. Der Euro ist am Freitagmorgen nach Bekanntgabe der deutschen Großhandelspreise nach unten gegangen. Die europäische Gemeinschaftswährung rutschte zuletzt unter die Marke von 86 US-Cent und wurde bei 0,8589 $ gehandelt. Damit war der $ 2,2761 DM wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs für den Euro am Freitag auf 0,8615 (0,8693) festgesetzt. Der $ kostete 2,2702 (2,2499) DM. Der Rentenmarkt tendierte knapp behauptet. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen verlor ,1 % auf 104,65 Punkte. Der Rentenmarktindex REX lag unverändert bei 109,78 Zählern. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Nachmittag bei 5,31 (Vortag: 5,30) Prozent fest.

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