Indien zu weiteren Gesprächen bereit
Delhi sieht Fortschritte im Kaschmir-Konflikt

Indien hat Pakistan am Dienstag Fortschritte bei der Eindämmung extremistischer Übergriffe auf den indisch kontrollierten Teil von Kaschmir bescheinigt. Dennoch gab es neue Zusammenstöße in dem Dauerkonflikt, bei denen vier Menschen getötet wurden.

dpa NEU DELHI/ISLAMABAD. In dem von Indien kontrollierten Teil Kaschmirs wurde ein Ehepaar von mutmaßlichen moslemischen Extremisten getötet, meldete die Agentur UNI. Im Bezirk Pulwama kamen zwei Extremisten bei einem Feuergefecht mit indischen Truppen ums Leben.

Es gebe "sichtbare Veränderungen" an der Demarkationslinie, sagte der indische Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee in Neu Delhi. Die vom pakistanischen Militärmachthaber Pervez Musharraf ergriffenen Maßnahmen gegen Moslem-Extremisten seien "zum Wohle Pakistans", sagte Vajpayee nach Angaben der Zeitung "Indian Express".

Indien sei zu einem Atomkrieg bereit gewesen, wenn Pakistan sich nicht dazu verpflichtet hätte, den Zustrom der Extremisten in den indischen Teil Kaschmirs zu unterbinden, sagte der Ministerpräsident. Nach einer Auflösung aller Terroristenlager auf pakistanischer Seite und dem völligen Ende der Anschläge sei Indien zu Gesprächen über eine weitere Entspannung bereit.

Musharraf wertete unterdessen die Raketentests seines Landes, die im Mai zu einer bedrohlichen Zuspitzung der Lage geführt hatten, als Schritt zur Stabilität der Region. Durch diese Tests sei das strategische Gleichgewicht mit Indien wieder hergestellt worden, sagte Musharraf am Dienstag in Islamabad. Die Tests der Kurz- und Mittelstreckenraketen vom Typ Hataf seien ein "außerordentlicher Erfolg" gewesen.

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