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Indizes eröffnen im Minus

Zum Wochenende geht es für die New Yorker Börsen noch einmal in die Tiefe. Eine Reihe von Gewinnwarnungen und die Arbeitsmarktdaten missfallen heute den Anlegern. Die Rekordgewinne, die die Indizes gestern verbuchten, könnten heute wieder schwinden.

Heute Morgen kommen die Warnungen aus dem Technologiebereich. Sycamore Networks, Extreme und Agilent Technologies werden die Prognosen der Wall Street verfehlen. Das Telekommunikationsunternehmen Sycamore Networks wird im laufenden Quartal statt eines Gewinns einen Verlust einfahren. Laut Unternehmen sind von zwei Großkunden nahezu keine Aufträge eingegangen. Als erste Reaktion hat das Management angekündigt, rund 13 Prozent der Arbeitsplätze zu streichen. Einen Verlust muss voraussichtlich auch das Netzwerkunternehmen Extreme hinnehmen. Auch hier sollen Entlassungen die Ertragslage in den nächsten Quartalen verbessern. Die Aktie von Sycamore und Extreme verlieren im frühen Handel stark an Wert.

Eine Umsatzwarnung kommt von Agilent. Der Umsatz im zweiten Quartal wird Firmenangaben zufolge mit 2,9 Milliarden Dollar unter den ursprünglichen Erwartungen ausfallen. Der Hersteller von Testsystemen für elektronische Geräte will jedoch ohne Entlassungen über die Runden kommen. Jetzt sollen Neueinstellungen und die Anzahl von Zeitarbeitern reduziert werden. Um die Kostenseite dennoch zusätzlich zu entlasten, werden die Gehälter um zehn Prozent gekürzt. Agilent fällt um 15 Prozent in die Tiefe.

Auch die vor Börsenbeginn veröffentlichten Arbeitsmarktdaten geben den Investoren einen Dämpfer. Demnach ist die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozent auf 4,3 Prozent gestiegen und somit auf dem höchstem Stand seit 1999. Anstatt der allgemein erwarteten 68.000 neuen Jobs kam es im März zu einem Rückgang um 86.000 Stellen. Dies ist der größte Monatsrückgang seit November 1991. Neben dem Rückgang an Arbeitsstellen wurde der Aktienmarkt vor allem durch den Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne überrascht. Diese stiegen im März um 0,4 Prozent oder sechs Cents. Erwartet wurde ein Plus von 0,3 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten sind die amerikanischen Löhne um 4,3 Prozent gestiegen.

Intel verliert im frühen Handel vier Prozent an Wert. Die europäische Wettbewerbsbehörde überprüft Vorwürfe, dass Intels Marketingpraktiken die Konkurrenz diskriminieren. Als maximale Strafe kann die Europäische Kommission bei Wettbewerbsverletzungen ein Bußgeld bis zu zehn Prozent des jährlichen Umsatzes verhängen. Bei bisherigen Fällen wurde dieser Rahmen jedoch nicht annähernd ausgeschöpft. Bei Intel sollen die allgemeinen Geschäftspraktiken sowie die Lizenzierung von sogenannten "bus" Verbindungen mit anderen Computerkomponenten geprüft werden.

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