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Indizes geben Gewinne ab

Die US-Aktienmärkte kommen zum Wochenauftakt nicht richtig in Fahrt. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index geben zur Mittagsstunde die morgendlichen Gewinne wieder ab. Während das Börsenbarometer der 30 US-Standardwerte nahezu unverändert notiert, treiben Kursverluste bei Cisco den Nasdaq Index in die Verlustzone.

Befürchtungen, der Hersteller von Netzwerkkomponenten könnte die Gewinnerwartungen nicht erfüllen, belasten die Stimmung. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter reduzieren die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal und das kommende Geschäftsjahr. Ein schwächeres Geschäft in Europa und Asien sowie Währungsprobleme in Lateinamerika werden das Ergebnis belasten, so die Experten. Neben den Kursverlusten bei Cisco belasten auch Kurseinbußen bei Softwarehersteller PeopleSoft und Glasfaserwert JDS Uniphase das Börsenbarometer. Positive Nachrichten kommen dafür aus dem Bankensektor. Vor allem die Punktgewinne bei Citigroup unterstützen den Dow Jones Index. Der Finanzdienstleister, Konkurrent Bank of America und Bank of New York meldeten am Morgen die Quartalsergebnisse. Citigroup und Bank of America konnten die Gewinnerwartungen der Analysten im abgelaufenen Quartal übertreffen. Citigroup erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Gewinn von 74 Cents pro Aktie und schlug die Analystenerwartungen damit um einen Cent. Besonders erfreulich entwickelte sich das Privatkundengeschäft. In diesem Bereich konnte das Unternehmen die Einnahmen um 19 Prozent auf 1,89 Milliarden Dollar steigern.

Bank of America konnte die reduzierten Analystenerwartungen im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 1,24 Dollar pro Aktie sogar um sechs Cents schlagen. Der Ertrag der drittgrößten US-Bank fiel in den vergangenen drei Monaten jedoch um zwei Prozent. Die Zinseinnahmen stiegen von 4,7 Milliarden Dollar auf 5,12 Milliarden Dollar. Erträge aus anderen Geschäftsbereichen konnten um sechs Prozent auf 3,74 Milliarden Dollar gesteigert werden. Die Aktie gewinnt rund drei Prozent an Wert.

Das schwarze Schaf des Finanzsektors heißt zum Wochenanfang Bank of New York. Das Ergebnis des Finanzinstitutes fiel im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 52 Cents pro Aktie unerwartet schwach aus. Zwar stieg das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent, doch blieb der Gewinn um einen Cent hinter den Schätzungen zurück. Die Ergebnisse liegen rund fünf Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals. Vor allem im Geschäftsbereich der Wertpapierabwicklung gingen die Einnahmen zurück. Hält der Trend an, stehen möglicherweise weitere Revidierungen bei den Ertragsaussichten der Bank an. Die Aktie verliert über zehn Prozent an Wert.

Für positive Impulse auf dem Flugsektor sorgen die Quartalsergebnisse bei Continental Airlines. Trotz rückläufiger Ausgaben im Bereich der Geschäftsreisenden konnte Continental Airlines die Analystenerwartungen im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 74 Cents pro Papier um 16 Cents übertreffen. Dennoch musste die fünftgrößte US- Fluggesellschaft einen Gewinneinbruch von 73 Prozent auf 42 Millionen Dollar hinnehmen. Neben der Aktie von Continental Airlines notieren auch die Werte von United Airlines und Southwest Airlines in der Gewinnzone.

Auch wenn die Ergebnissaison diese Woche langsam in die heiße Phase kommt, bestimmen nicht nur Quartalszahlen das Geschehen auf dem Parkett. Die Aktie von Pharmacia notiert schwächer, nachdem sich die US-Gesundheitsbehörde geweigert hat, Pharmacias Schmerzmittel Parecoxib Sodium auf dem US-Markt zuzulassen. Die Behörde bemängelt, Pharmacia habe unzureichende Unterlagen eingereicht. Das Pharmaunternehmen kündigte nun an, die benötigten Daten in den kommenden zwölf bis 18 Monaten nachzureichen.

Zulegen kann am Morgen auch die Aktie von SCI Systems. Sanmina will den Hersteller von elektronischen Komponenten für rund 4,45 Milliarden Dollar in Aktien kaufen. Zudem wird Sanmina Schulden in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar übernehmen. Der Gesamtbetrag würde sich somit auf sechs Milliarden Dollar belaufen.

Level 3 profitiert von neuen Geschäftsbeziehungen. Der Betreiber von Telefon- und Datennetzen hat einen Millionenvertrag mit Verizons Global Solution Einheit abgeschlossen. Die Aktie von Level 3 legt über 18 Prozent an Wert zu.

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