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Indizes haben überlebt

Das Wort lässt Anleger erschaudern: Internet. Bloß die Finger weg, ist heute die Reaktion der zahllosen Investoren, die seit März 2000 mit Aktien von Internet-Firmen ihr Geld verloren haben.

Viele dieser Firmen gibt es heute gar nicht mehr. Doch etwas hat den Exodus überlebt: Internet-Aktienindizes. Etwa der von Morgan Stanley - den es seit März 2000 gibt. Von seinem Höchstwert kurz nach Einführung ist er inzwischen tief gefallen: um 95 %. Mindestens vier der Unternehmen aus der Anfangszeit mussten sich unter den Schutz des Artikel 11 des US-Konkursrechtes flüchten, damit die Gläubiger nicht die letzten Kapitalreste davontragen.

Ein halbes Dutzend Indizes bilden noch das Wohl und Wehe der börsennotierten Internet-Firmen ab, auch vom berühmten Dow Jones Index gibt es einen Internet-Ableger. Weltweit legten Börsen und Fondsgesellschaften Optionsprogramme und börsennotierte Fonds auf, die an solche Index gebunden waren. Morgan Stanley, Dow Jones und Co. haben die Lizenzgebühren eingestrichen.

Inzwischen heißt es bei einigen Index-Anbietern, man erwäge die Einstellung. Doch andere halten der Branche die Treue. Schließlich gibt es auch Überlebende: das Online-Auktionshaus Ebay etwa. Und an die Stelle der toten Dotcoms sind häufig Firmen getreten, die mit dem Internet zu tun haben, aber nicht ihr gesamtes Geschäft darauf gründen - etwa der Speicherhersteller EMC.

Die Anleger scheint das wenig zu interessieren: In der vergangenen Woche wechselten an einem Handelstag gerade acht an den Internet-Index von Goldman Sachs gekoppelte Optionen den Besitzer.

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