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Indizes halten sich in der Gewinnzone

Der Dow Jones Index notiert am Mittag fest im Plus. Nach einem kurzen Abstecher in die Verlustzone kann sich auch das Börsenbarometer der Technologiewerte im grünen Bereich halten. Spekulationen über eine Zinssenkung lassen die Märkte wieder aufleben, nachdem sie eine unerfreuliche Woche durchmachen mussten.

So ist der Analyst Wayne Angell von Bear Stearns der Meinung, dass die Erholung der US-Wirtschaft und der Unternehmensgewinne im zweiten Halbjahr gefährdet ist, wenn die Fed nicht die Zinsen senken sollte. Insbesondere die kapitalabhängigen High-Techwerte benötigen niedrigere Zinsen.



Aktien von Einzelhändlern erleben einen erfolgreichen Tag. Lowe`s erhält Aufwind, nachdem die Baumarktkette ihre Ergebnisschätzungen für das laufende Jahr nach oben korrigiert hat. Im laufenden Quartal rechnet das Unternehmen zwar mit einem Break Even oder einem Verlust. Doch sorgen höhere Bauholzpreise und eine größere Produktnachfrage für starke Aussichten. Darüber hinaus könnte eine Senkung der Leitzinsen das Geschäft weiter beflügeln. Im Windschatten von Lowe`s kann auch Home Depot zulegen. Die Aktie führt am Mittag den Dow Jones Wert an.



Neben Einzelhandelsaktien können Softwarewerte kräftig zulegen. In dem Verfahren gegen Microsoft zieht der Softwareriese einen Trumpf aus dem Ärmel. Das Unternehmen plädiert gegen eine Aufspaltung mit der Begründung, es gebe im Softwarebereich mittlerweile ausreichend Konkurrenz.



Investoren verkaufen weiterhin ihre Chip- und PC-Hersteller-Aktien. Finanzwerte hatten am Vormittag eine kurze Gnadenfrist, bevor sie wieder ins Minus wanderten.



Chiphersteller Texas Instruments gerät nach einer Gewinnwarnung leicht unter Druck. Der Hersteller von Chips, der vor allem Halbleiter für den Mobilfunkbereich produzieren, wird die Umsatzerwartungen im ersten Quartal nicht erfüllen können. Der Konzern reduziert die Erwartungen um 20 Prozent nach unten. Geringere Nachfrage, hohe Lagerbestände, die abkühlende US-Wirtschaft und sinkende Gewinnmargen belasten die Geschäftsentwicklung. Dan Niles reduziert daher die Gewinnaussichten für den Chiphersteller Micron Technology sowie für Cypress Semiconductor. Er denkt, dass die Chiphersteller wie Texas Instruments unter Absatzproblemen leiden, die sich erst im dritten oder vierten Quartal verbessern.



Nokia

und der schwedische Konkurrent Ericsson können trotz schlechter Kommentare von Merrill Lynch zulegen. In den vergangenen Wochen sind beide Werte gesunken, nachdem Spekulationen kursierten, die Mobiltelefonhersteller könnten wie Motorola vor schwächeren Ergebnissen warnen.



Zu den großen Verlierern gehört am Mittag Procter & Gamble. Der Produzent von Konsumartikeln kostet den Dow Jones Index 29 Indexpunkte. Der Konsumgüterkonzern werde wegen des Währungsverfalls in der Türkei in der zweiten Jahreshälfte einen geringeren Gewinn einfahren. Mit einem Jahresumsatz von 400 Millionen Dollar ist die Türkei der zwölftwichtigste Absatzmarkt für Procter & Gamble. Der Konzern reduziert sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen. Die Prognosen liegen am unteren Ende der Analystenschätzungen.

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