Indizes im Abwärtstrend
Wall Street schliesst schwächer

Immer noch sind die Märkte nervös, weil die US-Präsidentenwahl noch nicht entschieden ist.

Reuters NEW YORK. Der New Yorker Aktienmarkt hat am Donnerstag nach der US-Präsidentenwahl schwächer geschlossen. Unsicherheit über den nach wie vor offenen Ausgang der Wahl und ungünstig aufgenommene Nachrichten großer amerikanischer Unternehmen hätten den Markt belastet, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte verlor 72,81 Punkte oder 0,67 % auf 10 834,25 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 schloss um 0,65 % tiefer auf 1400,13 Zählern. Auch der technologielastige Nasdaq-Composite verlor an Boden und notierte bei Handelsschluss 0,97 % tiefer bei 3200,35 Zählern.

"Im Moment herrscht große Ungewissheit über den weiteren Verlauf des Wahlprozesses", sagte Tom Madden von Federated Investors. Stark belastet wurden die Kurse zeitweilig von einer Ankündigung aus dem Team des demokratischen Kandidaten Al Gore, möglicherweise mit rechtlichen Schritten gegen das entscheidende Wahlergebnis im Bundesstaat Florida vorzugehen. Der Dow-Jones-Index verlor im Verlauf bis zu 280 Punkte, erholte sich aber am späten Nachmittag wieder. "Die Anleger warteten an der Seitenlinie auf diesen Taucher, um nachher ihre Titel auszuwählen und zu kaufen", sagte dazu Larry Lawler, Chefhändler der Dreyfus Corporation.

Die Technologiewerte gerieten zusätzlich unter Druck, nachdem der Konzernchef von IBM, Louis Gerstner, die Umsatzwachstumserwartungen seines Unternehmens am Mittwoch nach unten korrigiert hatte. IBM verloren bis zum Gongschlag 0,56 % und notierten bei Handelsende auf 99-7/16 $. Ein Hauptaugenmerk richtete sich im Nasdaq auf die Titel des Computerherstellers Dell, die vor dem nach Börsenschluss erwarteten Umsatzbericht 6,39 % auf 28-3/8 $ verloren.

Im Dow-Jones-Index zählte vor allem der Unterhaltungskonzern Walt Disney Corporation zu den großen Verlierern. Die Aktie des Unternehmens gab bis Börsenschluss 5-3/4 $ auf 31-1/8 $ nach, nachdem das Unternehmen niedrigere Einnahmen aus der Fernsehwerbung angekündigt hatte. Der Elektronikhersteller EMC verschlechterte sich um 4,09 % auf 85 $ und die Titel des Tabakkonzerns Philipp Morris schlossen im Zuge der Klage der EU-Kommission gegen das Unternehmen 2,09 % tiefer bei 35-5/8 $.

Bei Umsätzen von insgesamt rund 1,1 Mrd. Aktien standen sich im Dow Jones 1730 Verlierer und 1086 Gewinner gegenüber. 471 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq überwogen bei Umsätzen von 1,9 Mrd. gehandelten Aktien die Verlierer mit 2604 gegenüber 1265 Gewinnern.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds bei Handelsschluss 8/32 höher und brachten eine Rendite von 5,858 %.

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