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Indizes im Minus

Der Wall Street macht auch zum Wochenauftakt die Ertragswarnungssaison zu schaffen. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index notieren nach Handelsstart im Minus. Dabei wurden bisher unerwartet wenige Warnungen ausgesprochen.

In den letzten vier Jahren fielen 81,4 Prozent aller Revidierungen im dritten Quartal negativ aus. Bis jetzt liegt der Prozentsatz der Warnungen jedoch bei nur 66 Prozent. Sowohl das Researchhaus I/B/E/S als auch First Call rechnen damit, dass das Ertragswachstum des S&P 500 Index dementsprechend positiv überraschen wird. Statt der erwarteten 15 Prozent, sollte das Wachstum zwischen 18 und 19 Prozent liegen. Eigentlich mit einem dicken Plus erwartet, drehte die Aktien von Abbott Labs nach Handelsstart zunächst in die Verlustzone. Der Pharmakonzern hat von der amerikanischen Gesundheitsbehörde die Genehmigung erhalten, das HIV Medikament Kaletra an einen begrenzten Kreis von Personen zu vermarkten. Kaletra wird in Kombination mit anderen Medikamenten bei Erwachsenen und Kindern über sechs Monaten zur Behandlung des HIV Virus eingesetzt. Kein Pharma, aber ein Wert aus dem Umfeld der Gesundheitsbranche, steht heute morgen erneut auf den Kauflisten. Medtronic, Hersteller von Medizintechnologie, könne bis auf 60 Dollar klettern. Doch nach Handelsstart dreht der Wert zunächst ins Minus. Bei den High-Techs sollte sich eine Analystenkonferenz von SG Cowen positiv auswirken. Heute werden auf einer Analystenkonferenz des Brokerhaus SG Cowen eine Technolgiekonferenz starten. Unter den Unternehmen, die sich heute präsentieren werden, befindet sich neben IBM auch JDS Uniphase, Agilent, IBM und Veritas. Microsoft ist nicht unter den heutigen Teilnehmern, bekommt aber von Goldman Rückenwind. In der vergangenen Woche mussten die Aktien von Microsoft einen deutlichen Rückschlag einstecken. Es kursierten Gerüchte, wonach eine Ertragswarnung bevorstehen solle. Diese Story aber scheint nicht zu stimmen. Nach einem Treffen mit dem Management zeigt sich Goldman Sachs positiv. Das Unternehmen habe angedeutet, dass keine Warnung bevorstehe. Man zeigte sich optimistisch, dass die Umsatzerwartungen von 5,65 Milliarden Dollar und der Gewinn pro Aktie von 41 Cents eingehalten werden können. Microsoft verliert im frühen Handel an Wert. Ausgesprochen bullishe Kommentare bekommt heute auch die Aktie der SAP. Goldman Sachs spricht von der letzten Einstiegschance vor dem Take-off. Der Softwarekonzern wird in der Lage sein, sich als führendes B2B-Unternehmen zu positionieren. Die Aktie bietet die besten Chancen, um von der B2B-Welle in Europa zu profitieren. Der Wert bleibt auf der Empfehlungsliste, mit einem neuen Kursziel von 350 Euro. Die Kombination von steigendem Top Line Wachstum und expandierender Margen sollten dem Ertragswachstum des Unternehmens zugute kommen. Bleiben wir noch kurz in der Welt des Internets. Ein wirklich dickes Lob hat sich heute ein Analyst bei der Deutsche Bank Alex Brown verdient. Er stuft heute die Aktien der E-Kommerzwerte Ashford.com und Autobytel von aggressiv kaufen auf kaufen ab. Wäre klasse gewesen, wenn er sich zu dieser Entscheidung schon vor 80 Prozent durchgerungen hätte. Die Aktien von Autobytel lagen in der Spitze bei fast 20 Dollar, nun bei knapp 5 ½ Dollar. Die Aktien von Ashford notieren nach einem Top von 23 Dollar bei heute 3 ¾ Dollar. Also, an dieser Stelle: Nochmals DANKE! Werte aus dem Universum der Storage Technologie stehen schon lange an der Wall Street bei den Analysten oben an. Zum Wochenauftakt wiederholt Goldman nochmals die positiven Kommentare auf EMC, Brocade Communications, Network Appliances und Veritas Software.

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