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Indizes in Spendierlaune

Vor der Bescherung gaben die Indizes noch einmal einen aus. Sie wollten sich nicht lumpen lassen und schraubten sich zum Wochenausklang nach oben.

Sowohl der Dow Jones-Index als auch die Nasdaq zeigten sich in robuster Verfassung. Der Dow verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 10 035 Zähler, die Nasdaq um 1,4 Prozent auf 1946 Punkte. Der S&P 500-Index kletterte das vierte Mal in den vergangenen fünf Tagen.

Anleger freuen sich vor allem darüber, dass es zum Wochenausklang keine weiteren Negativ-Meldungen gibt. Zudem ist das Verbrauchervertrauen unerwartet stark gestiegen. Die Konsumenten blicken wieder etwas positiver in die Zukunft.

Die Nachfrage nach PCs und Kleincomputern hat sich seit den Thanksgiving-Feiertagen saisonal bedingt robust entwickelt. Dies ergab eine Umfrage des Brokerhauses Bear Stearns. Mit Ausnahme von IBM verbesserten sich die Computerwerte. Compaq legte sogar rund sieben Prozent zu.

Die Wolken über dem auf Unterseekabel spezialisierten Telekom-Konzern Global werden hingegen immer dunkler. Eine Kreditanfrage über 400 Millionen Dollar von Asia Global die zu fast 60 Prozent zu Global gehört, wurde vom Management abgelehnt. Durch diese doch überraschende Entscheidung werden erneut Gerüchte angefacht, dass Global den Gläubigerschutz beantragen muss. Dies brachte vorsichtige Aktionäre dazu, die Papiere lieber abzustoßen mit der Folge, dass sie um über zehn Prozent fielen.

Für Fluggesellschaften hingegen klart der Himmel etwas auf. UBS Warburg traut den Aktien von Fluggesellschaften auf Sicht von zwei Jahren eine Kurssteigerung von 80 bis 200 Prozent zu. Eine Mutige Aussage. Die Bank empfiehlt neben den Aktien von AMR, der Holding von American Airlines, auch Northwest Airlines, United Airlines, Continental Airlines und Delta Air Lines. Die Fluggesellschaften konnten sich ausnahmslos verteuern, Spitzenreiter war am Freitag United Airlines mit einem Plus von acht Prozent.

Im Dow Jones Index gehörten die Aktien von Honeywell zu den größeren Gewinnern. Der Konzern, dessen Fusionspläne mit General Electric vor Monaten gescheitert sind, wird im vierten Quartal die Gewinnschätzungen einhalten können. Bei dem Telekommunikationsgiganten Nortel wird es zwar keinen Gewinn geben, der Verlust wird aber kleiner als erwartet ausfallen. Das Nortel-Papier stieg um über zehn Prozent.

Palm stieg den zweiten Tag in Folge - wenn auch nur leicht. Dabei war die Nachrichtenlage nicht gerade optimal. Ein Richter hat Xerox die Urheberschaft für das von Palm benutzte Handschrifterkennungssystem zugesprochen. Dabei handelt es sich um "Graffiti", das im Palm-Betriebssystem verwendet wird. Xerox hat die Patente, die 1997 angemeldet wurden, für diese Technologie für sich in Anspruch genommen und zuerkannt bekommen. Palms Interim-Chef Eric Benhamou ist sich nach wie vor sicher, dass keine Xerox-Patente verletzt würden. Er kündigte Berufung an.

Nike konnte mal wieder seit langem mit positiven Nachrichten aufwarten. Der größte Turnschuhhersteller der Welt konnte im vergangenen Quartal seinen Gewinn um acht Prozent verbessern. Die Analystenschätzungen konnte Nike übertreffen. Auch der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr. Dem Unternehmen sei es gelungen, die Kosten in den Griff zu bekommen, sagte der Vorstand bei der Vorlage der Vierteljahreszahlen. Zudem habe sich der Absatz in Ländern außerhalb Amerikas verbessert.

Der Dow Jones-Index gewann im Wochenvergleich 2,2 Prozent, die Nasdaq gab geringfügig (0,4 Prozent) ab.

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