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Indizes notieren freundlich

Nachdem der Nasdaq Index nach Handelsbeginn kurzzeitig in die Verlustzone drehte, notieren beide Indizes nach der Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens wieder im Plus. Nach zwei schwachen Handelstagen könnte uns wieder ein erfolgreicher Handelsstart bevorstehen. Die Zahlen für das Verbrauchervertrauen nähren die Hoffnung auf eine Zinssenkung auf der nächsten Notenbanksitzung am 15. Mai.

Um 16.00 Uhr MEZ wurde das Verbrauchervertrauen für den Monat März veröffentlicht. Der Index sank rund acht Punkte auf 109,2 Zähler. Damit ging das Verbrauchervertrauen stärker zurück als von Ökonomen erwartet wurde. Diese rechneten mit einem Rückgang in Höhe von sechs Zahlern aus. Die starke Abnahme ist ein Indikator für gesunkenes Vertrauen der Amerikaner in die Wirtschaft. Damit wurden die Hoffnungen, dass US-Notenbankchef Alan Greenspan erneut an der Zinsschraube drehen könnte, wieder genährt. Da die Experten damit rechnen, dass das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal den tiefsten Stand seit 1995 erreicht, ist diese Hoffnung durchaus realistisch.

Lucent Technologies enttäuschte die Anleger vor Handelsbeginn mit einem schwachen Quartalsergebnis. Statt des von Analysten erwarteten Verlustes von 23 Cents je Aktie hat der Telekommunikationsausrüster einen Fehlbetrag von satten 37 Cents je Aktie ausgewiesen. Nachdem das Management in den vergangenen fünf Quartalen vier Mal die Gewinnerwartungen reduziert hatte, ist das schwache Ergebnis besonders enttäuschend. Die Aktie notiert zu Handelsbeginn über vier Prozent im Minus.

JDS Uniphase zieht den Glasfaserbereich vor Handelsbeginn in den Keller. Zwar fielen die Quartalszahlen des Herstellers von Glasfaserkomponenten im Rahmen der Analystenerwartungen aus, doch warnte das Management schon jetzt vor deutlich schwächeren Ergebnissen im laufenden Quartal. Um Kosten zu senken, sollen Produktionsstätten nach China verlegt werden. Außerdem plant das Management, 5000 Arbeitsplätze abzubauen und mehrere Geschäftsbereiche zu schließen. Die Aktie des Glasfaserunternehmens liegt mit knapp neun Prozent im Minus. Auch die Konkurrenten Ciena und Corning tendieren deutlich schwächer.

Auch auf dem Finanzsektor wird weiter entlassen. Nach der Citigroup, Merrill Lynch, Goldman Sachs und Bear Stearns plant auch Morgan Stanley Dean Witter die konjunkturellen Probleme durch Stellenstreichungen lösen. Dies bedeutet für 1500 Mitarbeiter oder vier Prozent der Belegschaft das Ende ihrer Investmentkarriere bei Morgan Stanley. Besonders betroffen sind Investmentbanker in den USA. Aber auch in Europa und Asien müssen Angestellte ihren Hut nehmen. Während die Aktien der Citigroup und der Bank of Amerika im Plus notieren, verlieren die Papiere von Morgan Stanley Dean Witter und Goldman Sachs leicht.

Der Dritte im Bunde der Stellenstreicher scheint Walt Disney zu sein. Der Los Angeles Times zufolge wird auch das Entertainmentunternehmen Entlassungen ankündigen. Vor allem die Mitarbeiter der Trickfilmstudios werden betroffen sein. Außerdem sollen die Gehälter um 30 bis 50 Prozent reduziert werden. Als Begründung wird die nachlassende Profitabilität in Teilen des Unternehmens geplant. Die Aktie notiert leicht im Minus.

Erfreuliche Quartalszahlen liefert dagegen AT&T vor Handelsbeginn. Die größte amerikanische Telefongesellschaft hat ein solides Quartalsergebnis gemeldet. Die Gewinnerwartungen wurden mit einem Ertrag von sechs Cents je Aktie um einen Cent übertroffen. Auch der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gesteigert werden. Für die Zukunft rechnet der Finanzchef Charles Noski jedoch mit Problemen im Ferngesprächsbereich, da der Konkurrenzkampf hier besonders auf die Gewinnmargen drücke. Die Aktie muss leichte Kursverluste hinnehmen.

Der Chemiegigant DuPont konnte die Gewinnerwartungen der Analysten um drei Cents je Aktie übertreffen. Jedoch lag der Gewinn 37 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Umsatz fiel sogar um knapp zehn Prozent. Vor allem der Nachfragerückgang nach Bekleidungs-, Glasfaser- und Plastikprodukten habe zu dem schwächeren Ergebnis geführt. Das Papier tendiert über zwei Prozent im Minus.

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