Indizes schließen deutlich über Tagestief im Minus
Kurse am Neuen Markt fahren wieder Achterbahn

Wie ein Stein fielen am Montag die Indizes am Neuen Markt nach der Meldung von einem Flugzeugabsturz in New York. Doch bald nach dem ersten Schock setzte die Erholung ein. Am Abend stand der Nemax noch 1,3 Prozent im Minus bei 1 066 Zählern, der Nemax 50 hatte 1,5 Prozent auf 1 107 Punkte verloren.

FRANKFURT/M. Die Angst sitzt auch den Börsianern tief in den Knochen. Die Zuversicht, die sich nach den Terroraktionen im September langsam gefestigt hatte, bekam am Montag durch die Meldung eines erneuten Flugzeugabsturzes in den USA wieder Risse. Viele Werte wurden auf den Markt geworfen - noch bevor klar sein konnte, ob es bei dem Absturz einen terroristischen Hintergrund gibt. Doch bereits kurz nach dem ersten Schock zeigten die Barometer wieder nach oben. Ein Teil der Verluste war innerhalb kurzer Zeit wieder wettgemacht, auch wenn die Gewinnzone noch ein Stück entfernt blieb.

Besonders die Aktien der Finanzdienstleister notierten bereits am Morgen schwach. Schlusslicht mit einem Minus von 7,7 % auf 12 Euro war Consors. Die Muttergesellschaft Schmidt-Bank hatte zwar eine gravierende finanzielle Schieflage dementiert, doch verdichten sich die Hinweise darauf, dass für den defizitären Direktbroker Consors fieberhaft nach einem Partner oder sogar einem Käufer gesucht wird. Da ein Zusammenschluss mit einer der beiden ebenfalls am Neuen Markt notierten Direktbanken Comdirect und DAB anscheinend vom Tisch ist, ist bei beiden Werten die Phantasie verblasst. Comdirect gaben 4,2 % auf 9,10 Euro nach, DAB verloren 4,3 % auf 14,36 Euro.

Deutlich abwärts ging es auch mit Pandatel. Der Spezialist für Netzzugangs- und Übertragungstechnologie musste seine Prognosen erneut nach unten korrigieren. Nun soll in diesem Jahr bei einem Umsatzrückgang um mehr als ein Viertel gerade noch ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Dass es im kommenden Jahr wieder deutlich aufwärts gehen soll, sahen die Anleger skeptisch und schickten das Papier mit einem Minus von 7,3 % auf 9,70 Euro auf Talfahrt. Der Kurs der Muttergesellschaft Augusta geriet mit in den Strudel und gab 6,2 % auf 5,80 Euro nach.

Der Hersteller von Halbleiter-Testgeräten SZ Testsysteme meldete für das vergangene Geschäftsjahr zwar einen deutlichen Umsatzanstieg bei konstantem Ergebnis. Doch die Anleger zeigten sich verschnupft darüber, dass die Zahlen nur durch Sondereffekte aus der Ausgliederung des defizitären Ersatzteil-Geschäfts erzielt werden konnten. Der Kurs fiel um 12,4 % auf 6 Euro. Um 3,3 % auf 20,69 Euro abwärts ging es auch mit Mobilcom (Seite 20). Das Unternehmen hatte steigende Verluste bei sinkendem Umsatz gemeldet. Unter die Räder kam auch Brokat (- 22 %). Die Firma hatte die Überschuldung eingeräumt.

Die Meldung einer strategischen Allianz mit IBM brachte den Kurs der Multimedia-Agentur I Media AG-D auf Trab. Die Unternehmen wollen zusammen eine gemeinsam entwickelte Produktfamilie vermarkten. Der Anfangsgewinn von mehr als 20 % schmolz im Laufe der Sitzung allerdings auf 10 % zusammen. Das Papier notiert zurzeit bei 2,59 Euro.

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