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Indizes schwächeln zum Wochenende

Die Wall Street musste am Freitag mit ansehen, wie sich die Gewinne vom Vortag zum größten Teil wieder in Luft auflösten. Der Nasdaq Index verlor 3,62 Prozent, der Dow Jones Index 1,28 Prozent. Arbeitsmarktdaten lösten Rezessionsängste aus. Gewinnwarnungen sorgten für schlechte Stimmung auf dem Technologiesektor.

Die Warnungen kamen vor allem aus dem Technologiebereich. Der Telekom-Ausrüster Tellabs revidierte seinen Prognosen bereits zum zweiten Mal in diesem Quartal. Weiterhin warnten der Netzwerkausrüster Agilent, der Internetausrüster Sycamore Networks und Extreme Networks. Alle Unternehmen mussten Kursabschläge hinnehmen. Auf der Verliererliste des Nasdaq Indexes standen Cisco und Qualcomm, JDS Uniphase.

Die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zeigen, dass der US-Wirtschaft zum ersten Mal in sieben Monaten Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Die Arbeitslosenrate stieg im März mit 4,3 Prozent auf ihren höchsten Stand seit Mitte 1999. Dem Bericht des US-Arbeitsministeriums zufolge sank die US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 86.000 Stellen. Dagegen wurde ein Zuwachs von rund 58.000 Stellen erwartet. Im Februar hatte die Rate noch 4,2 Prozent betragen. Da auch die Lohnkosten angestiegen sind, ist es fraglich, ob die US-Notenbank vor der nächsten regulären Sitzung eine Leitzinssenkung vornimmt. Finanzwerte, die insbesondere von einer Zinssenkung profitieren könnten verloren an Wert. Auf der Verlierliste des Dow Jones Indexes standen J.P. Morgan und Citibank.

Als größter Nasdaq Verlierer ging Intel ins Wochenende. Der größte Chiphersteller kam am Freitag in Verruf. Die Europäische Kommission ermittelt weden des Vorwurfs unseriöser Verkaufspraktiken gegen Intel. Unter Verlusten litt auch RadioShack, die Unterhaltungselektronik-Kette warnte die Anleger vor geringeren Gewinnen, daraufhin verlor die Aktie über 26 Prozent an Wert.

Weitere Kursverluste lösten zudem der Konkurs des Energieversorgers PG&E aus. Das kalifornische Unternehmen hat freiwillig das Konkursverfahren eingeleitet. PG&E ist unter der Energiekrise in Kalifornien zusammengebrochen. Knapp neun Milliarden Dollar Schulden belastet die Finanzen von PG&E, weil die Produktionskosten nicht an die Abnehmer weitergegeben werden konnten. Für den kommenden Sommer prognostizieren Experten auch für andere Regionen der USA Engpässe bei der Energieversorgung, unter anderem für den Bundesstaat New York. Am Freitag tendierten die Aktien von anderen Energieversorgern schwächer.

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