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Indizes starten uneinheitlich

Die Wall Street startete uneinheitlich in den Handel. Während der Dow Jones Index nach der Eröffnung in die Verlustzone dreht, gewinnt der Nasdaq Index an Punkten dazu. J. P. Morgan, Hewlett-Packard und General Motors führen zur Stunde die Liste der Dow-Verlierer an. Der Index der US-High-Tech-Werte profitiert dagegen von den Kursgewinnen des Sektors für Kommunikationszubehör und der Chiphersteller.

Analysten hatten am Morgen befürchtet, die Gewinnwarnung bei PRI Automation, dem weltweit größten Hersteller von automatischem Werkzeug für Chipfabriken, dürfte die Stimmung auf dem Chipsektor trüben. Während PRI Automation kräftige Kursverluste von fast 40 Prozent hinnehmen muss, gehört Blue Chip Intel, der größte Chip-Hersteller der Welt, zur Stunde zu den größten Dow-Gewinnern. Beflügelnd wirken sich dagegen die guten Nachrichten bei Tenet Healthcare auf den Markt aus. Die zweitgrößte Krankenhauskette der USA erwartet für das erste Quartal einen höheren Gewinn als ursprünglich erwartet. Der Grund für das voraussichtlich gute Ergebnis sollen höhere Preise und gestiegene Aufnahmegebühren sein. Die Aktie gewinnt an Wert. Cyberonics hat das Angebot von Medtronic, dem weltgrößten Produzenten von Herzschrittmachern, abgelehnt. Hatten gestern Übernahmefantasien den Kurs der Aktie beflügelt, ist der Zauber heute morgen wieder vorbei. Die Anleger scheint das im frühen Handel nicht zu freuen. Die Aktie verliert rund sechs Prozent an Wert. Cyberonics, die Geräte zur Behandlung von Epilepsie herstellen, wolle das eigene Management behalten, heißt eine der Begründungen. Siebel Systems gehört mit Minus vier Prozent gleich zu den größten Verlieren des Nasdaq Index. Der kalifornische Softwarehersteller kauft den kanadischen Konzern Janna Systems für 972 Millionen Dollar in Aktien. Die Akquisition soll Siebels Finanzsoftwarebereich antreiben. Der Wert verliert, obwohl Goldman Sachs die Akquisition begrüßt und Siebel Systems auf die Empfehlungsliste setzt. Die Analysten prophezeien, dass das Geschäft durch die Übernahme das vierte Quartal nur leicht belasten werde und keine Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2001 haben solle. Die Einkaufstour der europäischen Banken dauert an. Das Wall Street Journal berichtet am Morgen, dass die Dresdner Bank in Verhandlungen mit der New Yorker Investmentbank Wasserstein Perella steht. Nachdem in den vergangenen Monaten UBS und Credit Suisse ihre Unternehmen mit amerikanischen Firmen aufgestockt haben, geraten andere europäische Banken in Zugzwang. Der Finanzmarkt zeigt also auch weiterhin eine Tendenz zur Konsolidierung. Spannend bleibt, ob und wer J.P. Morgan erwirbt. Die Investmentbank gehört heute zu den größten Verlierern. In den vergangenen Tagen hatten noch Übernahmegerüchte den Kurs in die Höhe getrieben. Nun lösen die Anleger ihre Gewinne ein.

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