Indonesien
Lage auf Molukken trotz Notstand weiter gespannt

ap JAKARTA. Ungeachtet des ausgerufenen Notstands auf den Molukken ist die Lage in der indonesischen Provinz weiter gespannt. Nach Angaben von Hilfsorganisationen vom Mittwoch brachten sich mehrere Zehntausend Menschen vor den anhaltenden Kämpfen zwischen Moslems und Christen in Flüchtlingslagern in Sicherheit. Den Angaben zufolge ist die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet. Berichte über weitere Tote lagen zunächst nicht vor. In der Provinzhauptstadt Ambon wurden allein in den vergangenen acht Tagen mindestens 69 Menschen getötet.

Den Angaben der Hilfsorganisationen zufolge ist es mittlerweile nicht mehr möglich, in alle Regionen auf den Molukken vorzudringen. Medizin, Nahrungsmittel und Trinkwasser gingen zur Neige. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen brach ihre Mission auf den Molukken nach eigenen Angaben ab, weil mehrere Mitarbeiter angegriffen und Fahrzeuge zerstört worden seien. Ihren Angaben zufolge gibt es allein in der Umgebung von Ambon 81 Flüchtlingslager. Die Organisation forderte die indonesische Regierung auf, einen sicheren Zugang für die Helfer zu den Lagern zu gewährleisten.

Der indonesische Präsident Abdurrahman Wahid hatte in der Nacht zum Dienstag den Notstand ausgerufen, um die Lage auf den Molukken zu beruhigen. Die Streitkräfte dürfen jetzt Straßenblockaden errichten, ein Ausgangsverbot verhängen und Verdächtige auf unbestimmte Zeit in Haft nehmen.



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