Archiv
Industrie-Chef sieht weiteren Konjunkturrückgang

ddp.vwd BERLIN. Der derzeitige Konjunkturrückgang wird sich nach Ansicht des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, fortsetzen. "Die Auftragseingänge sind im März regelrecht eingebrochen, vor allen im Export ist ein Rückgang von sieben Prozent zu verzeichnen, und selbst im Inland haben wir noch einen Rückgang von über zwei Prozent", begründete er am Mittwoch im DeutschlandRadio Berlin seine Prognose. Das werde sicherlich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen.

Sicher dürfe man die Entwicklung nicht überinterpretieren, weil es relativ hohe Basiswerte aus dem Vorjahr gebe, fügte Rogowski hinzu. Diese müssten "erst mal übertroffen" werden. "Dennoch ist davon auszugehen, dass wir es mit einem konjunkturellen Rückgang zu tun haben, der sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen wird", sagte der neue Chef des Industrie-Dachverbandes.

Er sei sich nicht sicher, ob es der Bundesregierung gelinge, die Zahl der Arbeitslosen auf 3,6 bis 3,7 Millionen zu reduzieren, fuhr Rogowski fort. Auf der einen Seite komme die demografische Entwicklung der Arbeitsmarktentwicklung entgegen. Auf der anderen Seite sei "auch diese Zahl in Gefahr", wenn die Konjunktur noch weiter zurückgehehen sollte. «Und das ist nicht auszuschliessen», warnte der BDI-Präsident. Um sowohl die Konjunktur zu beleben als auch die Arbeitslosenzahl zu reduzieren, forderte er einen grundsätzlichen Kurswechsel der Regierung in der Arbeitsmarktpolitik.

"Wir müssen mit Sicherheit eine Bildungsoffensive für ältere und jüngere Arbeitnehmer starten", betonte Rogowski. Das sei ein Ansatz. Reformen, was die Arbeitsförderungspolitik anbelangt, seien sicherlich ein zweiter. Als dritten sehe er "eine Deregulierung der Arbeitsmarktbürokratie insgesamt".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%