Industriekonzerne bestätigen Fernsehbericht
United Tech und Honeywell führen Fusionsgespräche

Die beiden US-Industriekonzerne United Technologies (UTC) und Honeywell International verhandeln über eine Fusion zum größten Luftfahrt-Zulieferer der Welt.

Reuters NEW YORK. Die beiden US-Industriekonzerne United Technologies (UTC) und Honeywell International verhandeln über eine Fusion zum größten Luftfahrt-Zulieferer der Welt. Dies teilten die Unternehmen gestern in einer gemeinsamen Erklärung mit und bestätigten damit eine Meldung des US-Wirtschaftssenders CNBC. Einzelheiten des Berichtes wollten United und Honeywell jedoch nicht kommentieren.

CNBC hatte am Donnerstag nach US-Börsenschluss unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, United wolle Honeywell für 40 Mrd. $ übernehmen. Es werde erwartet, dass die Boards beider Unternehmen an diesem Wochenende für einen Zusammenschluss stimmen würden, hieß es in dem Bericht.

Der genannte Kaufpreis von 40 Mrd. $ bewertet Honeywell mit 50 $ je Aktie. Das Papier hatte am Donnerstag mit 35-11/16 $ geschlossen und stieg im nachbörslichen Handel auf 41-1/2 $.

United Technologies mit Sitz in Hartford (Connecticut) stellt unter anderem die Otis-Aufzüge, die Flugzeugturbinen Pratt & Whitney und die Sikorsky-Hubschrauber her. Honeywell mit Sitz im Bundesstaat New Jersey ist ebenfalls ein Industriekonzern mit Geschäftszeigen wie Rüstungselektronik, Spezialchemie oder Sicherheitssysteme.

Honeywell hat schwere Monate hinter sich

Die Akquisition durch UTC ermögliche es Honeywell, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, sagte James Samuels von Bank Securities. Die 16-Milliarden-Dollar-Fusion von Honeywell mit AlliedSignal vom vergangenen Dezember wird von Beobachtern kritisch gesehen. Es gebe interne Differenzen, so Samuels.

Im Juni hatte Honeywell eine Gewinnwarnung veröffentlicht und im Juli seine Wachstumsprognosen reduziert. Angesichts einer sich abschwächenden US-Konjunktur und steigender Rohstoffpreise gehen Experten davon aus, dass die Gewinne erneut hinter den Erwartungen zurückbleiben könnten.

In der Sparte elektrische Kontrollen und Triebwerkskontrolle komme es zu Überlappungen der beiden Unternehmen, warnte Quinten Nufer, Analyst bei UBS Warburg. Dies könnte die Wettbewerbsbehörde auf den Plan rufen. Er verwies außerdem darauf, dass der Erfolg einer möglichen Fuion von vielen unbekannten Faktoren wie beispielsweise den erreichbaren Synergien abhänge.

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