Industriestaaten unterstützen Milliarden-Initiative von Präsident Bush
G8 sorgt sich um Nuklearmaterial

Eine mehrere Milliarden Dollar teure Initiative der wichtigsten Industrieländer (G8) zur Beseitigung und sicheren Lagerung von Nuklearmaterial in Russland und andernorts in der Welt wird ein wichtiges Thema bei dem am Mittwoch beginnenden Weltwirtschaftsgipfel in Kanada werden.

fmd OTTAWA. Angesichts der Furcht, dass Terroristen in den Besitz von Plutonium gelangen könnten, wollen sich die G8-Staaten vor allem auf sichere Lagerungsmöglichkeiten verständigen. Basis der Diskussion wird der Vorschlag von US-Präsident Bush sein. Er regte an, ein 20 Mrd. $ schweres Programm zu schnüren, das sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren erstrecken soll.

Selbst wollen die USA die Hälfte der Summe aufbringen, die andere Hälfte soll von den übrigen G8-Staaten zur Verfügung gestellt werden. Während Deutschland die Initiative begrüßt, gibt es offensichtlich auf japanischer und französischer Seite Vorbehalte.

"Wir müssen das gefährliche Zeug unter Kontrolle bekommen", hieß es auf kanadischer Seite. Nach Ansicht von Experten liegt hier ein riesiges Gefährdungspotenzial. Weltweit geht es um Hunderte von Tonnen Plutonium. Daher wollen die G8-Staaten auch eine weltweite Initiative starten, wobei Russland schwerpunktmäßig betroffen ist. Dort geht es maßgeblich um Reaktoren und atomgetriebene U-Boote. Jüngst in den USA bekannt gewordene Pläne, "schmutzige Bomben" zu bauen, haben die Staaten erneut für dieses Thema sensibilisiert.

Auch die Vereinten Nationen haben weltweit strengere Sicherheitsvorkehrungen gegen den Diebstahl radioaktiven Materials gefordert, mit dem "schmutzige Bomben" gebaut werden könnten. Das entsprechende Material sei auf der ganzen Welt erhältlich, erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). In mehr als 100 Ländern seien die gefährlichen Stoffe nicht ausreichend vor möglichen Dieben geschützt.

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