Infineon auf Jahrestief
Dax profitiert von Wall-Street-Vorgaben

Der Deutsche Aktienindex notiert gegen Mittag 0,42 % im Plus bei 6 354,89 Zählern.

rtr FRANKFURT. Die Aktien am deutschen Standardwertemarkt haben am Donnerstag bei sehr dünnen Umsätzen fester tendiert. Wie schon am Vortag wurde der Markt Händlern zufolge von Kurskosmetik dominiert. Die institutionellen Anleger würden ihre Portfolios durch den Zukauf von Werten verschönern, die sich im Laufe des Jahres überdurchschnittlich präsentiert hätten, sagte Frank Albrecht, Händler bei M.M.Warburg. So würden beispielsweise Finanztitel zugekauft, die durch ihre starke Gewichtung im Dax den Index kräftig unterstützten. Nicht ausweisen wollten die Portfoliomanager in ihren Jahresberichten offenbar Werte wie DaimlerChrysler, Infineon oder sogar Deutsche Telekom, sagte Albrecht weiter. Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte gegen Mittag 0,42 % im Plus bei 6 354,89 Zählern. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern haben in den traditionell umsatzschwachen Tagen vor dem Jahreswechsel die US-Vorgaben wenig Einfluss auf die deutschen Märkte.

Die Zugewinne an den US-Börsen vom Vortag seien bereits vor Handelsschluss in Deutschland erzielt worden, sagte ein Händler. Der Dow-Jones-Index hatte 1,04 % im Plus bei 10 803,16 Punkten geschlossen, der technologielastige Nasdaq-Composite-Index war 1,84 % höher bei 2 539,31 Punkten aus der Sitzung gegangen. Das Augenmerk der US-Anleger habe sich vermehrt auf Titel der Hochtechnologie sowie auf einige Werte der Pharma- und der Getränkeindustrie gerichtet, sagten Börsianer.

Finanztitel gefragt

Am deutschen Standardwertemarkt standen die Finanztitel in der Gunst der Anleger. Die Papiere der Münchner Rück gewannen 2,4 % auf 378,36 Euro, die Aktien der Deutschen Bank verteuerten sich um 1,88 %, gefolgt von denen der Dresdner Bank , die knapp ein Prozent stiegen. Angeführt wurde die Liste der Gewinner von den Aktien der SAP , die sich nach den Worten von Händlern bereits seit einigen Tagen "sehr eigendynamisch" verhalten. Ganz oben auf der Verliererliste standen die Aktien des Münchner Autobauers BMW , die Händlern zufolge von Gewinnmitnahmen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Am Mittwoch hatte der Wert nach Ausaagen von Marktteilnehmern von einem Medienbericht über eine mögliche Rückzahlung eines Darlehens durch MG Rover profitiert. Ein neues Jahrestief markierten die Papiere von Infineon bei 37,85 Euro. Das Papier wolle kein Portfoliomanager mehr in seinem Depot halten, sagte ein Händler. Bis zum frühen Mittag erholte sich der Wert kaum auf 37,9 Euro. Erneute Kurseinbußen erlitten DaimlerChrysler. Einem Zeitungsbericht zufolge hat die Konzerntochter Chrysler im Dezember 14,7 % weniger Fahrzeuge als vor Jahresfrist verkauft. Die Aktie verlor im Vormittagshandel 1,18 % auf 42,84 Euro.

Der Nebenwerte-Index MDax präsentierte sich am Donnerstag wieder fester und gewann 1,08 % auf 4606,35 Punkte.

Neuer Markt gibt Anfangsgewinne ab

Wie am Vortag verloren die Aktien am Neuen Markt nach gutem Handelsauftakt ihre Anfangsgewinne und tendierten gegen Mittag mehrheitlich im Minus. Der alle Werte umfassende Nemax All Share notierte 0,51 % tiefer bei 2 652 Zählern, während der Blue-Chip-Index Nemax 50 um 1,14 % auf 2734 Punkte nachgab. Viele Privatanleger hätten Aktienverkäufe aus steuerlichen Gründen abgewickelt, sagte ein Händler. So würden insbesondere Aktien, die in diesem Jahr stark gefallen waren, zum Jahresende verkauft, um die realisierten Verluste steuerlich geltend machen zu können.

Zu den Tagesgewinnern gehörten die Aktien von Pixelnet AG , die Händlern zufolge weiterhin von den Nachrichten des Vortages beflügelt wurden, wonach das Unternehmen künftig mit der Metro-Tochter Primus Online kooperieren wird. Von einem Großauftrag profitierten nach Angaben von Marktteilnehmern die Papiere von Centrotec Hochleistungskunststoffe AG , die sich 11,79 % verteuerten. Der Spezialist für Hochleistungskunststoffe hatte zuvor in einer Pflichtveröffentlichung mitgeteilt, dass sich durch den Auftrag ein Zusatzumsatz von 1,5 Mill. DM für das kommende Jahr ergeben werde.

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