Infineon bestätigt Kooperationsgespräche
Toshiba und Infineon suchen Zusammenarbeit

Wegen der Flaute im Technologiesektor streicht der japanische Elektronikkonzern Toshiba 18 800 Stellen und führt Gespräche mit dem deutschen Konkurrenten Infineon über eine Kooperation.

afp TOKIO/MüNCHEN. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, fallen bis März 2004 insgesamt 17 000 Stellen in Japan weg, der Rest im Ausland. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Toshiba nun einen Verlust von 115 Mrd. Yen (1,05 Mrd. ?/2,05 Mrd. DM). Bislang war das Unternehmen noch von einem Gewinn von 60 Mrd. Yen ausgegangen. Infineon bestätigte unterdessen in München, dass mit Toshiba Gespräche über eine Zusammenarbeit bei Speicherchips geführt würden. Die Verhandlungen seien allerdings noch «in einer sehr frühen Phase», sagte ein Sprecher.

Infineon wollte sich nicht zur Reichweite der möglichen Kooperation mit Toshiba äußern. Das «Wall Street Journal Europe» (Montagausgabe) berichtete unter Berufung auf Unternehmenskreise, beide Seiten strebten eine Fusion ihres Speicherchip-Geschäfts an. Dieser Bereich leidet wegen hoher weltweiter Überkapazitäten derzeit besonders unter sinkenden Absatzzahlen bei Personal Computern und Mobiltelefonen.

Derzeit beschäftigt Toshiba 188 000 Mitarbeiter weltweit. Die Zahl der Arbeitskräfte in Japan selbst soll dem Unternehmen zufolge von derzeit 144 000 auf 127 000 sinken. Weitere 10 000 japanische Beschäftigte würden aufgefordert, in andere Bereiche des Konzerns zu wechseln.

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