Infineon-Chef bleibt, wo er ist
Schumacher winkt ab - Keine Lust auf Telekom

Bei der Suche nach einem neuen Telekom-Vorstandsvorsitzenden hat mit Infineon-Chef Ulrich Schumacher ein weiterer in den Medien als Kandidat gehandelter Top-Manager abgewunken. Er stehe nicht für den Spitzenposten bei der Deutschen Telekom zur Verfügung, sagte Schumacher am Montag in Dresden.

ddp.vwd DRESDEN. Die Halbleiterindustrie befinde sich in einer schweren Krise, und diese sei "noch lange nicht vorbei". Vor diesem Hintergrund stelle er seine "ungeteilte Arbeitskraft" und Aufmerksamkeit weiterhin Infineon zur Verfügung, sagte Schumacher.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, der übergangsweise amtierende Telekom-Vorstandschef Helmut Sihler und Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Dietrich Winkhaus verhandelten seit Wochen mit Schumacher. Der Infineon-Chef sei einer von drei externen Kandidaten für den Telekom-Chefposten, die dem Aufsichtsratspräsidium in zwei Wochen vorgeschlagen würden. Das vierköpfige Gremium werde dann abschließend über die Personalie beraten.

Nach dem Rücktritt von Ron Sommer Mitte Juli hatte der frühere Aufsichtsratschef Sihler den Vorstandsvorsitz für eine Übergangszeit von sechs Monaten übernommen. In dieser Zeit sollte eine dauerhafte Lösung für die Konzern-Spitze gefunden werden. Bislang haben aber alle in Medienberichten gehandelte Kandidaten von außerhalb des Unternehmens, darunter Post-Chef Klaus Zumwinkel, abgewunken. Als interner Favorit gilt nach wie vor T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke. Sommer war auf Druck der Bundesregierung als Telekom-Großaktionärin zurückgetreten, die ihn für den Kursverfall der T-Aktie verantwortlich gemacht hat.

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