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Infineon-Chef: Profitabilität nun wichtiger als Wachstum

Der neue Chef der Infineon Technologies AG , Wolfgang Ziebart, will den weltweit fünftgrößten Halbleiter-Hersteller verstärkt auf Profitabilität trimmen.

dpa-afx MÜNCHEN. Der neue Chef der Infineon Technologies AG , Wolfgang Ziebart, will den weltweit fünftgrößten Halbleiter-Hersteller verstärkt auf Profitabilität trimmen. Manche sagten, dass ein Unternehmen wachsen müsse, um profitabel zu sein, sagte der seit September amtierende Ziebart am Dienstag vor Analysten. "Ich glaube, dass Wachstum das Ergebnis von Wettbewerbsfähigkeit ist und nicht umgekehrt." Bisher habe Infineon angestrebt, der weltweit viertgrößte Halbleiter-Hersteller zu sein. Dies sei aber nun nicht mehr das Hauptziel.

Maßstab bei der operative Leistung sei für die Münchener Branchenprimus Samsung , sagte Ziebart. Im schwankungsanfälligen Geschäft mit Dram-Speicherchips sänken die Preise jährlich um etwa 30 Prozent. Hier ginge es um Millionen-Verluste oder-Gewinne, die von der Schnelligkeit eines Unternehmens bei Technologien abhingen. "Wir hinken derzeit um etwa ein halbes Jahr hinterher", sagte der Infineon-Chef. "Wenn wir so gearbeitet hätten wie der Klassenbeste, hätten wir einen zusätzlichen Gewinn von einer halbe Milliarde Euro einstreichen können."

Unzufrieden MIT 2003/04-Ergebnis

Infineon hatte seine Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2003/04 (Ende September) vorige Woche vorgelegt. Unter dem Strich erzielten die Münchener bei höheren Umsätzen 61 Mill. Euro (Vorjahr: minus 435 Mill. Euro). Operativ erwirtschaftete der Chipbauer 256 Mill. Euro (Vorjahr: Ebit minus 299 Mill. Euro).

"Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und operativen Cashflow beträchtlich steigern, doch mit dem Ergebnis von Infineon sind wir nicht zufrieden", hatte Ziebart gesagt. "Unser primäres Ziel für die kommenden Jahre ist die Steigerung von Produktivität und Effizienz, während wir die Kosten kontrollieren." Infineon gab einen pessimistischen Ausblick auf das erste Geschäftsquartal 2004/05 (Ende Dezember). In mehreren Geschäftsbereichen gebe es Anzeichen für einen Marktrückgang.

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