Infineon gefragt
Aktienkurse sacken weiter ab

Der deutsche Aktienmarkt hat seine Tagesverluste am Freitagnachmittag ausgeweitet. Grund dafür waren die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten. Das US-Arbeitsministerium hatte gemeldet, dass die Arbeitslosenquote auf 4,9 % und damit auf den höchsten Stand seit September 1997 gestiegen sei.

ddp FRANKFURT/MAIN. Der Deutsche Aktienindex (Dax) sackte bis 17.40 um 2,3 % auf 4 762 Zähler ab, der Nemax 50 fiel um 1,2 % auf 935 Punkte. Der MDax der Mittelwerte verlor 1,6 % auf 4 303 Zähler.

Die Wall Street startete ebenfalls pessimistisch in den Handelstag. Der Dow-Jones-Index büßte 1,6 % auf 9 680 Zähler ein, der technologielastige Nasdaq-Composite-Index gab 0,4 % auf 1 698 Punkte ab. Der Euro machte nach den Hiobsbotschaften aus Übersee wieder Boden gut und notierte am Devisenmarkt um 17.40 Uhr bei 0,9042 $. Die Europäische Zentralbank stellte am Mittag einen Referenzkurs von 0,8952 Dollar fest. Das war fast ein Cent mehr als am Vortag. Im Vergleich zur D-Mark verbilligte sich die US-Währung damit um fast zweieinhalb Pfennig von 2,2087 auf 2,1848 DM.

Im DAX standen vor allem MLP unter Beschuss. Das Papier verlor ohne fundamentale Gründe 6,1 % auf 59,20 Euro. Hypo-Vereinsbank fielen um 5,9 % auf 40,01 Euro, und Daimler-Chrysler verbilligten sich um 4,4 % auf 45,85 Euro. Auf der Gewinnerseite standen Volkswagen mit einem Plus von 3,8 % auf 51,10 Euro. Der ehemalige BMW-Chef Bernd Pischetsrieder wurde vom Aufsichtsrat des Volkwagenkonzerns wie erwartet einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Ebenfalls gefragt waren Infineon , die 3,4 % auf 22,58 Euro zulegten. Das US-Investmenthaus Goldman Sachs hatte die Aktien des Müncheners Chiphersteller auf seine Empfehlungsliste gesetzt. SAP gewannen 2,6 % auf 130,00 Euro. Im MDax litten ProSiebenSAT.1 Media erneut unter den Fusionsplänen der KirchGruppe. Der Titel verlor 21,7 % auf 7,75 Euro.

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