Infineon gibt nach schwachen Zahlen vorbörslich bereits sechs Prozent nach
Deutsche Aktien freundlich erwartet

Am Tag nach dem Absturz des Airbus-Flugzeugs in New York werden die deutschen Aktienmärkte Händlern zufolge freundlich in den Handel starten. "Die Hektik ist erst einmal weg. Der Markt wird sich beruhigen und wieder auf die Unternehmensergebnisse reagieren", sagte ein Händler.

Reuters FRANKFURT. Am Montag war es unmittelbar nach Bekanntwerden des Absturzes nach Händlerangaben zeitweise zu panikartigen Verkäufen gekommen, weil ein erneuter Anschlag befürchtet worden war. Den Angaben der US-Luftverkehrsbehörde deuten bislang aber alle Anzeichen auf einen Unfall als Absturzursache hin.

Im Mittelpunkt des Handels dürften am Dienstag die Dax-Titel von BASF und Infineon stehen, die am Morgen Quartalsergebnisse vorlegten. Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung des Handelshauses Lang & Schwarz mit 4839 Punkten in den Handel starten. Die Citibank sieht den Dax vorbörslich bei 4853 Zählern. Auch nach Einschätzung der Deutschen Bank wird das Börsenbarometer bei 4853 Punkten eröffnen. Am Dienstag hatten die deutschen Standardwerte 1,8 % verloren und bei 4 820 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Vortag 1,6 % nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge bis zu ein Prozent fester in die Sitzung starten.

Die US-Börsen hatten nach zeitweise hohen Kursverlusten im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz am Ende uneinheitlich geschlossen. Während der Dow-Jones-Index 0,56 % nachgab, erhöhte sich der Index der Nasdaq um 0,64 %.

Der Chemiekonzern BASF hat angesichts der Konjunkturschwäche im dritten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahr und Geschäftszahlen am unteren Ende der Analystenerwartungen ausgewiesen. Für das Gesamtjahr 2001 werde mit einem Umsatz und eine Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen gerechnet, das deutlich unter dem Vorjahr liege. Vorbörslich tendierte die Aktie bei Lang & Schwarz rund ein Prozent leichter.

Der Halbleiter-Hersteller Infineon teilte am Morgen mit, im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 den Fehlbetrag vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf minus 882 (Vorquartal: minus 598) Mill. Euro ausgeweitet zu haben. Die Verluste resultierten in erster Linie aus der Preisflaute auf dem Markt für Speicherchips. Im vorbörslichen Handel bei Instinet gab das Papier fast sechs Prozent nach.

Am Neuen Markt dürften nach der Vorlage von Quartalszahlen unter anderem die Papiere von Consors und Morphosys im Vordergrund stehen. Der Online-Broker hat in den ersten neun Monaten 2001 einen Nettoverlust von 61 Mill. Euro angehäuft, damit aber nicht die Analystenerwartungen verfehlt. Vorbörslich tendierte die Aktie leicht schwächer. Das Biotechnologieunternehmen MorphoSys hat in den ersten neun Monaten den Umsatz gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht und den Verlust nahezu halbiert. Das am Morgen vorgelegte Ergebnis lag dennoch nur am unteren Ende der Analystenerwartungen. Vorbörslich legte die Aktie rund fünf Prozent zu.

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