Infineon, Siemens, Epcos und SAP belastet
Dax schließt schwächer

Die deutschen Aktienkurse haben sich am Freitag schwächer ins Wochenende verabschiedet. Der Dax verlor ein Prozent bzw. 62,60 Punkte auf 6 204,42.

vwd FRANKFURT. Nach den schwachen Vorgaben aus den USA vom Vorabend und am Freitag zeigten sich vor allem die schwergewichteten Technologiewerte mit deutlichen Kursabschlägen. Zu den größten Verlierern zählten Infineon, SAP und Epcos, die unter der erneuten Umsatzwarnung des US-Chipherstellers Intel litten. Insgesamt standen im Dax 15 Gewinner 14 Verlierern gegenüber, ein Wert notierte unverändert. Wieder gesucht waren die Titel der Versorger, Automobilhersteller, Banken und des Maschinenbaus.

Unter den Technologiewerten brachen Infineon um 5,2 % auf 38,10 Euro ein, SAP reduzierten sich um 4,9 % auf 155,00 Euro, und Epcos verloren 2,4 % auf 68,10 Euro. Siemens verbilligten sich um fünf Prozent auf 126,00 Euro. Deutsche Telekom profitierten nicht von Berichten über angebliche Verhandlungen zwischen der Tochter DeTe-Immobilien und der britischen TCS. Der Titel sank um 2,2 % auf 26,90 Euro. Händler werteten die Berichte dennoch positiv, denn damit komme Ordnung in den Laden. "Bisher macht die Telekom mit ihren Grundstücken kein Geld, vielleicht ändert sich das jetzt", sagte ein Marktteilnehmer.

Nach den guten Vorlagen der US-Einzelhändler an Wall Street verzeichneten hingegen Metro einen Kursgewinn von 1,4 % auf 50,15 Euro. DaimlerChrysler waren im Verlauf ins Plus gedreht, nachdem sie am Morgen nach Berichten über Absatzprobleme bei der US-Nutzfahrzeugtochter Freigthliner noch unter Druck standen. Der Produzent von schweren Lkw müsse ein aggressives und kostenträchtiges Programm auflegen, um den Berg neuer und gebrauchter Fahrzeuge abzutragen, der sich aufgetürmt habe, berichtete das "Wall Street Journal". Die anhaltend gute Nachfrage nach der Unternehmensanleihe habe die Aktie dann jedoch gestützt, hieß es. Die Titel gewannen 0,7 % auf 55,78 Euro.

Die beiden anderen Automobilwerte im Dax schlossen ebenfalls mit Kursaufschlägen. BMW verbesserten sich um 0,7 % auf 39,27 Euro und VW um 0,5 % auf 62,40 Euro. Entgegen der Erwartung von Händler legten Lufthansa zu. Im Handel war zunächst damit gerechnet worden, dass die Tarifeinigung mit den Piloten bei Iberia Druck auf die Lufthansa ausüben werde. Die Kranichlinie zahle im Vergleich mit anderen Airlines schlecht und leide unter Pilotenknappheit, hatte das "Handelsblatt" berichtet. Wahrscheinlich habe die sich verstärkende Zusammenarbeit mit SAS und der Einstieg bei der spanischen Airline Spanair positiv auf die Investoren gewirkt, sagten Händler. Das Lufthansa-Papier zog um 3,1 % auf 23,50 EUR an.

In der zweiten Reihe gaben die Werte im Schnitt stärker ab. So wurden die Zahlen von Puma von Händler zwar als gut bewertet, aber beim Ausblick fehlte den Experten ein Highlight. Die Einrichtung von Superstores und höhere Investitionen in die Marke seien zwar "schön und gut", aber Ergebnisverbesserungen seien daraus erst mittelfristig zu erwarten, hieß es. Puma büßten 3,3 % auf 15,04 Euro ein. Auch ProSieben verloren deutlich. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter hatten zuvor ihr Anlagevotum für die Aktie auf "Neutral" nach "Outperformer" zurückgestuft. Das drückte die Anteilsscheine um 11,4 % auf 23,80 Euro.

vwd/9.3.

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