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Infineon: Speicherprodukte-Sparte mit zweistelligem Umsatzplus im 3.QuartalDPA-Datum: 2004-07-20 09:53:37

(dpa-AFX) München - Von den vier Sparten des Halbleiter-Herstellers Infineon < IFX.ETR > hat der umsatzstärkste Bereich Speicherprodukte im abgelaufenen Quartal wegen höherer Chippreise die höchsten Erlöszuwächse erzielt. Nur im defizitären Bereich Drahtgebundene Kommunikation schrumpften die Erlöse. Die Infineon Technologies AG hatte am Dienstag vorbörslich Zahlen für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal 2003/04 (Ende Juni) vorgelegt. Die Münchener rutschten unter dem Strich wegen aufgestockter Rückstellungen im Zusammenhang mit Dram-Wettbewerbsverfahren überraschend ins Minus.

(dpa-AFX) München - Von den vier Sparten des Halbleiter-Herstellers Infineon < IFX.ETR > hat der umsatzstärkste Bereich Speicherprodukte im abgelaufenen Quartal wegen höherer Chippreise die höchsten Erlöszuwächse erzielt. Nur im defizitären Bereich Drahtgebundene Kommunikation schrumpften die Erlöse. Die Infineon Technologies AG hatte am Dienstag vorbörslich Zahlen für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal 2003/04 (Ende Juni) vorgelegt. Die Münchener rutschten unter dem Strich wegen aufgestockter Rückstellungen im Zusammenhang mit Dram-Wettbewerbsverfahren überraschend ins Minus.

Dies belastete auch das operative Ergebnis (Ebit) bei Speicherprodukten. Hier wies Infineon im Berichtzeitraum einen Verlust von 50 Millionen Euro aus. Im Vorquartal hatte der Bereich operativ einen Gewinn von 13 Millionen Euro und ein Jahr zuvor 3 Millionen Euro erzielt. "Der Ebit-Rückgang gegenüber dem Vorquartal spiegelt eine Erhöhung der Rückstellung um 184 Millionen Euro in Verbindung mit den Dram-Wettbewerbsverfahren wider, was auch durch höhere Chip-Preise nicht kompensiert werden konnte", hieß es in der Mitteilung.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Speicherprodukte stieg auf 811 Millionen Euro. Damit lag er 22 Prozent über dem Wert des Vorquartals sowie 43 Prozent über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. "Der beträchtliche Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorquartal ist im Wesentlichen auf höhere Durchschnittspreise für Chips zurückzuführen", meldete Infineon. Im dritten Geschäftsquartal habe der Bereich den größten Teil seiner Fertigungsanlagen auf die 110-Nanometer-Technologie umgestellt, zusätzliche Produkte qualifiziert und Fortschritte bei der Entwicklung zukünftiger Speichertechnologien gemacht. Im Juni hatte Infineon die Eröffnung von Inotera Memories, dem Joint Venture für die Chipproduktion mit der taiwanischen Nanya Technologies gefeiert.

Sichere Mobile Lösungen + Automobil-/Industrielektronik MIT Zuwächsen

Der Bereich Sichere Mobile Lösungen steigerte seinen Umsatz ebenfalls deutlich auf 525 Millionen Euro. Dies waren 14 Prozent mehr als im Vorquartal und 38 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Infineon begründete das Plus mit einem besseren Geschäft mit Sicherheitsprodukten sowie einer höheren Nachfrage nach Produkten für mobile Lösungen insbesondere in Europa und Asien. Das operative Ergebnis kletterte auf 47 Millionen Euro gegenüber 27 Millionen Euro im Vorquartal. Vor einem Jahr hatten die Münchener hier noch ein Minus von 18 Millionen Euro verbucht. "Das erhöhte Quartals-Ebit resultiert hauptsächlich aus dem gestiegenen Stückzahlvolumen, der verbesserten Produktivität, die zu geringeren Stückkosten geführt hat, und einem insgesamt optimierten Produktmix."

Auch in der Sparte Automobil- und Industrie-Elektronik - die Nummer Zwei der Branche - stiegen Umsatz und operatives Ergebnis. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 415 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorquartal ist dies ein Zuwachs von 9 Prozent. Der operative Gewinn stieg auf 58 Millionen Euro (Vorquartal: 51 Mio Euro; Vorjahr: 50 Mio Euro). Infineon führte die Steigerung gegenüber dem Vorquartal vor allem auf das höhere Umsatzvolumen und die Vollauslastung der Fertigungskapazitäten zurück.

Drahtgebundene Kommunikation Meldet Weniger Umsatz

Nur im Geschäftsbereich Drahtgebundene Kommunikation sanken die Erlöse. Sie schrumpften gegenüber dem Vorquartal um 5 Prozent und im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 104 Millionen Euro. Der operative Verlust erhöhte sich auf 35 Millionen Euro nach einem Minus von 19 Millionen Euro im Vorquartal. Ein Jahr zuvor hatte der Verlust 99 Millionen Euro betragen. Der Ebit-Schwund gegenüber dem Vorquartal habe seine Gründe hauptsächlich in Aufwendungen in Verbindung mit der Übernahme von Admtek sowie sinkenden Umsätzen. Die Erlöse seien wegen des rückläufigen Geschäfts mit optischen und Schmalband-Zugangs-Produkten gesunken.

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