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Infineon Technologies zieht 2002 aufs Land

Reuters MÜNCHEN. Der Münchener Halbleiterkonzern Infineon Technologies AG wird im Herbst 2002 die Stadt verlassen und baut eine neue Unternehmenszentrale in Neubiberg im Süden Münchens. Eine Sprecherin von Infineon bestätigte am Dienstag entsprechende Pläne. Die im Vorjahr aus der Siemens AG ausgegliederte Infineon sei derzeit auf fünf große Standorte in der Stadt verteilt, zumeist unter einem Dach mit Siemens. Infineon erwarte zudem weiteres Wachstum, begründete sie den geplanten Umzug. Die neue Zentrale in Neubiberg, in der 7000 Mitarbeiter auf 16 Hektar Platz finden sollen, entsteht kurz hinter der Münchener Stadtgrenze.

Infineon werde in Neubiberg nur als Mieter auftreten, sagte die Sprecherin. Gebaut wird die Anlage unter dem Namen "Campeon" von einer Betreibergesellschaft, die rund eine Milliarde DM in das Projekt investieren will. Auch in München seien verschiedene Standorte geprüft worden, sagte die Infineon-Sprecherin. Ein geeignetes Grundstück sei dort aber nicht gefunden worden. Die geringere Gewerbesteuer im Umland sei kein Grund für den Umzug gewesen. Berichten zufolge ist Infineon mit 60 Mill. DM einer der größten Gewerbesteuerzahler in München.

In dem "Speckgürtel" rund um die bayerische Landeshauptstadt haben sich bereits zahlreiche Unternehmen angesiedelt. Im Norden der Stadt hat sich in Unterföhring und Ismaning ein Zentrum für Medienfirmen entwickelt, darunter Pro Sieben und Kirch. In Martinsried, ebenfalls jenseits der Stadtgrenze, hat die bayerische Landesregierung ein Biotechnologiezentrum angesiedelt. Dort residieren unter anderem die am Neuen Markt gelisteten Morphosys und Medigene. In der Stadt selbst haben ohne Infineon sieben Dax-Unternehmen ihren Sitz, darunter die Siemens-Tochter Epcos und Siemens selbst.

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