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Infineon verliert nach Intel-Warung deutlich

Mit schwächeren Notierungen zeigen sich die deutschen Aktienkurse am Freitagnachmittag.

vwd FRANKFURT. Bis gegen 17.00 Uhr verliert der Dax 0,8 % bzw 50,46 Punkte auf 6 216,60 Zähler. Wie bereits vorbörslich von Händlern erwartet, zeigen sich die Technologiewerte mit deutlichen Kursabschlägen. Zu den stärksten Kursverlierern zählen Infineon, SAP und Epcos, die unter der erneuten Umsatzwarnung durch den US-Chiphersteller Intel leiden. Nach den guten Vorlagen der US-Einzelhändler an den US-Aktienbörsen verzeichnen hingegen Metro einen Kursgewinn von 1,2 % auf 50,25 Euro.

Insgesamt stehen im Dax 16 Gewinner 14 Verlierern gegenüber. Wieder gesucht sind die Verorger, Autos, Banken und der Maschinenbau. Infineon brechen um 4,8 % auf 38,30 Euro ein, SAP reduzieren sich um 3,8 % auf 156,92 Euro, und Epcos verlieren 2,5 % auf 68,01 Euro. Auch Siemens notieren mit einem deutlichen Minus von 4,4 % auf 126,76 Euro. Deutsche Telekom können nicht von Berichten über angebliche Verhandlungen zwischen der Tochter DeTe-Immobilien und der britischen TCS profitieren. Der Titel fällt um 2,4 % auf 26,87 Euro. Händler werten die Berichte dennoch positiv. "Damit kommt Ordnung in den Laden", kommentierte ein MarktaktEuro. "Bisher macht die Telekom mit ihren Grundstücken kein Geld, vielleicht ändert sich das jetzt."

DaimlerChrysler können ins Plus drehen, nachdem sie sich am Morgen nach Berichten über Absatzprobleme bei der US-Nutzfahrzeugtochter Freigthliner gedrückt gezeigt hatten. Der Produzent von schweren Lkw müsse ein aggressives und kostenträchtiges Programm auflegen, um den Berg neuer und gebrauchter Fahrzeuge abzutragen, der sich aufgetürmt habe, berichtet das "Wall Street Journal". Die Aktien gewinnen 1,2 % auf 56,04 Euro. Daneben werden die Titel nach Angaben von Marktteilnehmern am Freitagnachmittag auch durch die anhaltend gute Nachfrage nach der Unternehmensanliege gestützt.

Die beiden anderen Automobilwerte im Dax notieren ebenfalls mit Kursaufschlägen. BMW verbessern sich um 0,4 % auf 39,14 Euro, und VW steigen um ein % auf 62,75 Euro. Entgegen der Erwartung von Händler legen Lufthansa zu. Im Handel war damit gerechnet worden, dass die Tarifeinigung von Iberia mit ihren Piloten Druck auf die Lufthansa ausüben werde. Die Kranichlinie zahle im Vergleich mit anderen Airlines schlecht und leide unter Pilotenknappheit, so berichtete das "Handelsblatt" am Freitag. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. Die Zusammenarbeit mit SAS scheine sich zu verstärken, sagten Händler.

Ausschlaggebend für die Kursgewinne sei jeodoch der Einstieg bei der spanischen Airline Spanair, so Beobachter. Die Lufthansa-Aktie steigt um rund 3 % auf 23,48 Euro. In der zweiten Reihe geben die Werte im Schnitt stärker ab. In der zweiten Reihe werden die Zahlen von Puma von Händler als gut bewertet, aber beim Ausblick fehlt den Experten ein Highlight. Die Einrichtung von Superstores und höhere Investitionen in die Marke seien zwar "schön und gut", aber Ergebnisverbesserungen seien daraus erst mittelfristig zu erwarten, heißt es.

Puma verlieren 2,4 % auf 15,18 Euro. Dagegen verlieren ProSieben deutlich. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter (MSWDW) haben zuvor ihr Anlagevotum auf "Neutral" nach "Outperformer" zurückgestuft. Das drückt die Anteilsscheine um 15,1 % auf 22,80 Euro.

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