Infineon will weniger Stellen abbauen
Dax eröffnet bei dünnen Umsätzen mit Zuwächsen

Die deutschen Aktienwerte sind am Montag bei geringen Umsätzen mit Zuwächsen in den Handel gestartet. Börsianer sagten allerdings, bei dem ruhigen Vorweihnachtsgeschäft seien die Kurse zufallsbedingt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg innerhalb der ersten Handelsstunde um 1,5 % auf 4 984 Punkte.

dpa/Reuters FRANKFURT. Am Neuen Markt gewann der Nemax-50-Index 0,8 % auf 1 165 Zähler. Der MDax für die mittelgroßen Werte notierte wenige Minuten nach Handelsbeginn 0,7 % fester bei 4 139 Punkten.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Fresenius Medical Care , die um 1,8 % auf 69,83 € anzogen. Rund 1 900 Aktien des Medizintechnikkonzerns hatten den Besitzer gewechselt. Die Aktien von Henkel legten bei 2 000 gehandelten Stücken um 1,7 % auf 62,65 ? zu.

Unter Kursverlusten litten die Titel von MAN , die um 2 % auf 21,60 ? nachgaben. MLP gaben um 1,7 % auf 82,55 ? nach.

Die Liste der Kursgewinner führte die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon an. Der Titel kletterte um 1,44 % auf 23,18 ?. Die koreanischen Konkurrenten Samsung Electronics und Hynix Semiconductor haben die Preise für Speicher-Chips erhöht. Der Markt rechne damit, dass auch die Münchner die Preise erhöhen werden, sagten Händler. Auch beim Personal könnten gute Nachrichten anstehen. Presseberichten zufolge wollen die Münchner weniger Stellen als geplant streichen.

Der im MDax notierte Hamburger Kosmetikkonzern Beiersdorf AG wird im Geschäftsjahr 2001 einen höheren Jahresüberschuss erwirtschaften als im Vorjahr. Auch beim Umsatz erwartet das Unternehmen eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Der Titel verteuerte sich um 1,06 % auf 123,40 ?.

Bundeskartellamt wacht über Tankstellenfusionen

Versorger zeigten sich uneinheitlich. Während Eon um 0,11 % auf 54,56 ? fielen, kletterte das Papier von RWE um 0,17 % auf 40,75 ?. Das Bundeskartellamt will die Großfusionen von Tankstellen nur unter erheblichen Auflagen zulassen, um eine Marktbeherrschung nicht zu verstärken. Die Zusammenschlüsse in der Tankstellenbranche von Shell und Dea, die zu RWE gehört, sowie der britischen BP und der Eon-Tochter Aral betrachte das Bundeskartellamt nach wie vor kritisch. "Diese Nachricht ist bereits im RWE-Kurs eingepreist", sagte Aktienhändler Thomas Lang vom Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz.

"Der Handel verläuft in ruhigen Bahnen", sagte ein Händler einer ausländischen Großbank. Die Marktteilnehmer hielten sich vor den Weihnachtsfeiertagen mit Engagements zurück. Zudem gebe es keine nennenswerten Unternehmensnachrichten.

Mit Spannung wird der Ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat November erwartet. Experten rechnen damit, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft nur noch leicht verschlechtert oder sogar etwas verbessert hat. Nach den Terroranschlägen in den USA war der Index auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gesunken und hatte sich im Oktober weiter eingetrübt.

Kommt es zu einem weiteren starken Rückgang, dürfte der Aktienmarkt einbrechen, vermuten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Sollte der Ifo-Geschäftsklimaindex allerdings besser als erwartet ausfallen, dürfte dies den Aktienkursen einen kleinen Anschub geben, sagte Aktienhändler Thomas Lang vom Düsseldorfer Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz.

Positive Äußerungen des Vorstandschefs Heinrich von Pierer haben die Siemens -Aktien beflügelt. Die Papiere verteuerten sich um 1,39 % auf 68,35 ?. Von Pierer blickt verhalten optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr. "Unser Ergebnis wird 2002 besser als 2001", zitierte ihn die Berliner Tageszeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe). Konkrete Zahlen zu Umsatz und Gewinn nannte von Pierer allerdings nicht.

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