Inflation gebändigt
Duisenberg erwartet deutliches Wachstum

Die Perspektiven seien die besten seit 25 Jahren, das Wachstum werde mehr als drei Prozent betragen, so der EZB-Präsident.

Reuters STRASSBURG. Die Wachstumsperspektiven für die Euro-Zone sind nach den Worten von EZB-Präsident Wim Duisenberg derzeit die besten seit 25 Jahren. Bei der Debatte des Europäischen Parlamentes über den Jahresbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) äußerte der Notenbank-Chef am Mittwoch in Straßburg Unverständnis für Kritik, die EZB versuche, das Wachstum zu bremsen. Auf Grund der von der Notenbank ergriffenen Maßnahmen sollte die Inflation unter zwei Prozent verharren und das Wirtschaftswachstum in diesem und im nächsten Jahr deutlich über drei Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Wachstum der vergangenen 25 Jahr von 2,0 bis 2,5 % liegen.

Duisenberg zufolge kann die Inflation in einzelnen Monaten zwar die von der EZB als Obergrenze für die Preisstabilität definierten zwei Prozent überschreiten, doch erwarte die Notenbank im Durchschnitt nur eine Teuerung von knapp zwei Prozent. Dabei bestünden allerdings weiterhin Risiken nach oben hin. Was die EZB dagegen tun werde, hänge von den Begleitumständen ab.

Weiter sagte Duisenberg, er hoffe, Dänemark werde der Euro-Zone beitreten. Die EZB sei bereit, alles zu tun, um den Wechselkurs der dänischen Krone gegenüber dem Euro im Falle von Volatilitäten stabil zu halten. Seit dem Beitritt Dänemarks zum Wechselkursmechanismus des Europäischen Währungssystems (EWS II) habe sich die Krone bemerkenswert stabil gehalten. Er hoffe das Referendum im September über den Beitritt Dänemarks zur Euro-Zone werde positiv ausfallen.

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