Inflation lag im März bei 4,6 Prozent
Teuerung in den Niederlanden steigt auf Neun-Jahres-Hoch

Reuters AMSTERDAM. Die Jahresteuerung in den Niederlanden ist im März unerwartet auf 4,6 % gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit neun Jahren erreicht. Damit liege die Inflation noch über dem hohen Wert von 4,5 % im Vormonat, teilte das nationale Statistikamt am Freitag in Amsterdam mit. Die jetzige Teuerung berücksichtigt den Angaben nach noch nicht die Effekte der Maul- und Klauenseuche, die in den Niederlanden zuletzt um sich gegriffen hatte. Der niederländische Zentralbankpräsident Nout Wellink sagte, er sei "sehr besorgt" über die Zahlen. Es bestehe das Risiko, dass sich die Teuerung in höheren Lohnforderungen niederschlage.

Diese sogenannten Zweitrunden-Effekte fürchten Zentralbanken besonders, da sie in eine Lohn-Preis-Spirale münden könnten, die zu einer dauerhaft steigenden Inflation führt. Nach Definition der Europäischen Zentralbank (EZB) ist mittelfristige Preisstabilität in der Euro-Zone bis zu einer Obergrenze von zwei Prozent gewährleistet.

Analysten sagten, die niederländische Inflation könne der EZB zwar Sorgen bereiten, sie allein stehe jedoch einer baldigen Zinssenkung nicht im Wege.

Im Monatsvergleich beschleunigte sich die Inflation nach Angaben des Statistikamtes im März um 1,0 % nach 0,8 % im Vormonat.

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