"Inflationsbericht ist viel schlechter als erwartet"
US-Verbraucherpreise im Januar um 0,6 Prozent gestiegen

Die Teuerung stieg im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,6 % nach 0,2 % im Dezember 2000, teilte das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mit. In der Kernrate ohne Energie und Lebensmittel erhöhten sich die Preise zum Vormonat um 0,3 % nach 0,1 % im Dezember. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für die Gesamtrate im Durchschnitt mit einem Anstieg von 0,3 %, für die Kernrate mit einem Plus von 0,2 % gerechnet.

Reuters WASHINGTON. "Der Inflationsbericht ist viel schlechter als erwartet. Die Inflation ist jetzt weiterhin auf dem Radarschirm der Fed", sagte Drew Matus, Volkswirt bei Lehman Brothers in New York. Angesichts des deutlichen Rückgangs der US-Vertrauensindizes und der starken Konjunkturabkühlung in den USA werde die Fed jedoch möglicherweise eine leicht höhere Inflation in Kauf nehmen, fügte Matus hinzu.

Die US-Notenbank hatte im Januar die Leitzinsen für die USA in zwei Schritten um insgesamt 100 Basispunkte gesenkt, um der deutlichen Wachstumsabschwächung der US-Wirtschaft entgegen zu wirken. Vor einem Monat hatten die im Dezember nur moderat gestiegenen Verbraucherpreise in den USA Analysten zufolge noch den Weg für weitere Zinssenkungen der Fed freigemacht. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank trifft sich am 20. März zu seiner nächsten zinspolitischen Sitzung.

Der Euro legte nach der Veröffentlichung der US-Daten leicht auf Kurse um 0,9160 $ zu. An den US-Kreditmärkten drehten die US-Staatsanleihen in Reaktion auf die Preisdaten in negatives Terrain. Der richtungweisende 30-jährige US-Bond notierte gegen 15.00 Uhr mit 6/32 im Minus bei 98-18/32 Punkten.

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