Inflationsrate niedrig
IWF: Steuersenkungen und Arbeitsmarktreformen in Schweden notwendig

vwd WASHINGTON. Schweden muss nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Steuern senken und den Arbeitsmarkt stärker reformieren, um so die Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen. Im Rahmen seiner am Freitag veröffentlichten "Artikel IV"-Beurteilung der schwedischen Wirtschaft, hebt der IWF die aktuell solide Position der öffentlichen Finanzen, die niedrige Inflation und die sich auf dem Rückzug befindliche Arbeitslosigkeit hervor. Dennoch sei es zur Stärkung der Angebotsseite der Wirtschaft in dem skandinavischen Land erforderlich, struktuelle Reformen in den Bereichen Steuerpolitik, Lohnfindung und Arbeitslosenversicherung zu implementieren.

Kritisch sei es, dass die Steuerbelastung in Schweden zu den höchsten in Europa gehöre. Steuersenkungen würden vor diesem Hintergrund über die damit verbundenen Anreizeffekte zu einer Expansion der Angebotsfaktoren führen. Bei den Löhnen müsse vor allem erreicht werden, so die Fonds-Ökonomen, dass das Lohnniveau in engerem Zusammenhang zur Qualifikation der Beschäftigten stehe. Der IWF hebt weiter hervor, dass es der schwedischen Notenbank (Riksbank) in der Vergangenheit erfolgreich gelungen sei, die Inflation ohne Rückgriff auf eine agressive Zinspolitik niedrig zu halten.

Während der Fonds für das laufende Jahr eine Inflationsrate von 1,4 % prognostiziert, wird für 2001 ein Anstieg auf 1,8 % gesehen (1999: 0,4 %). Beim realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwarten die IWF-Experten für 2000 eine Zunahme von 4,4 %, 2001 soll sich das Wachstum auf 3,4 % belaufen (1999: 3,8 %). Die Arbeitslosigkeit fällt vor diesem Hintergrund in diesem Jahr auf 4,6 % und im kommenden Jahr weiter auf 4,0 %, so die IWF-Schätzung (1999: 5,6 %).



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