Informationen aus Firmenkreisen
Esselte verhandelt über Herlitz-Einstieg

Der Weltmarktführer für Büroartikel, der schwedische Konzern Esselte, verhandelt Unternehmenskreisen zufolge mit der Herlitz AG über einen Einstieg bei dem Berliner Konkurrenten.

Reuters BERLIN. "Es gibt seit einigen Monaten Verhandlungen", verlautete am Mittwoch aus den Kreisen in Berlin. Dort wie auch im Umfeld der Gläubigerbanken, die 67 % an Herlitz halten, hieß es, dass neben Esselte aber auch mit mehreren anderen Interessenten verhandelt werde. Eine Herlitz-Sprecherin sagte, es gebe seit Abschluss des Insolvenzverfahrens im vergangenen Herbst Gespräche mit finanziellen und strategischen Partnern. Namen nannte sie nicht.

Herlitz wünscht sich auf seiner Suche nach einem Investor möglichst einen strategischen und nicht nur finanziellen Partner. In den Unternehmenskreisen hieß es, es werde mit Interessenten aus beiden Bereichen verhandelt. Esselte gilt als vorteilhafter Partner für Herlitz, weil die Unternehmen etwa ihre jeweiligen Produkte über die Vertriebsschienen des anderen vermarkten könnten.

Die US-Investmentgesellschaft J.W.Childs hatte im vergangenen Juli Esselte übernommen. Die "Financial Times Deutschland" berichtete, erklärtes Ziel der Investmentgesellschaft sei es, Esseltes Spitzenposition im weltweiten Büroartikelmarkt auszubauen. In den Kreisen wurde jedoch der Bericht der Zeitung zurückgewiesen, dass bereits in vier bis fünf Wochen mit einer Entscheidung über den Einstieg bei Herlitz zu rechnen sei. Dieser Zeitraum sei zu optimistisch, hieß es.

Das Traditionsunternehmen Herlitz hatte 2002 ein Insolvenzverfahren überstanden und war nach langen Verlustjahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Jahresüberschuss lag im vergangenen Jahr bei 99 Mill. ? nach einem Minus von 134 Mill. ? im Jahr davor. Der Konzernumsatz war 2002 um 14 % auf 376 Mill. ? gesunken. Neun Banken, darunter die HypoVereinsbank und die Deutsche Bank, halten insgesamt 67 % von Herlitz.

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