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Das Euro- Lexikon (Teil 4)

TOURISTEN: Für die Urlaubskasse bringt die Euro-Bargeldeinführung spürbare Erleichterung. Ab 1. Januar können deutsche Touristen in allen zwölf Teilnehmerländern mit dem Euro bezahlen und sparen damit Umtauschgebühren. Nach Berechnungen der Deutschen Bank 24 stehen dem Bundesbürger jährlich rund 50 DM mehr für den Urlaub zur Verfügung. Mit der einheitlichen Auszeichnung der Preise in den Katalogen der europäischen Reiseveranstalter sind Preisvergleiche einfacher.

ÜBERWEISUNG: Da der Euro bei bargeldlosen Geschäften bereits seit 1999 genutzt werden kann, können bis zum 31. Dezember Überweisungen in DM oder Euro vorgenommen werden. Auf Vordrucken muss neben dem Betrag auch die Währung angegeben werden. Für Mark steht DM, für Euro EUR. Ab 1. Januar 2002 sind nur noch Überweisungen in Euro möglich.

UMTAUSCH: Der Umtausch von DM in Euro im Jahr 2002 ist gebührenfrei. Auch nachdem Mark und Pfennig am 1. März 2002 ungültig werden, kann Bargeld weiter bei Banken in Euro getauscht werden. Dafür können sie aber Gebühren verlangen. Gebührenfrei tauschen nur die Landeszentralbanken und ihre Zweigstellen um.

VERTRÄGE: Es gilt der Grundsatz der Vertragskontinuität. Das heißt, bestehende Verträge werden durch die Währungsunion nicht berührt. Alle Beträge werden lediglich in Euro umgerechnet. Die Währungsunion berechtigt weder dazu, Verträge zu kündigen noch sie zu ändern, etwa Arbeitsverträge, Miet- oder Versicherungsverträge.

WÄHRUNGSREFORM: Die Währungsunion ist keine Währungsreform. Zwei Mal machten Deutsche die schmerzhafte Erfahrung einer Währungsreform: 1923 /24 nach der großen Inflation und 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg. 18 Millionen Ostdeutsche mussten sich bei der Einführung der D-Mark noch einmal umstellen. Jedes Mal wurde die alte, zerrüttete Währung durch neues Geld ersetzt. Dabei gingen Ersparnisse verloren, Millionen Menschen mussten von vorn anfangen. Beim Euro dagegen werden die gesunde D-Mark mit anderen als gesund erachteten Währungen zusammengefasst. Der Name des Geldes ändert sich, sein Wert bleibt der gleiche.

YESTERDAY - DIE GESCHICHTE: Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die Idee einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Europa, deren Ziel die Währungsunion war. Ein Plan des Luxemburgers Pierre Werner verlief in den siebziger Jahren im Sande. Frankreichs Präsident Giscard d'Estaing und Bundeskanzler Helmut Schmidt erfanden Ende der 70er das Europäische Währungssystem mit Schwankungsbreiten und der Recheneinheit ECU. Ende der 80 er Jahre legte der Präsident der EU- Kommission, Jacques Delors, den Plan für die Währungsunion vor, der schließlich zum Maastricht-Vertrag und zum Euro führte.

ZINSEN: Es sind zwei Dinge zu beachten: In bestehenden Verträgen bleiben die Zinssätze für Anleihen, Schatzbriefe, Bauspardarlehen oder sonstige Kredite unverändert. Eine andere Frage ist, wie sich das Zinsniveau entwickelt. Dies hängt wesentlich davon ab, wie stabil der Euro wird und welches Vertrauen er gewinnt. Die Zinssätze in den Euro-Ländern haben sich bereits auf niedrigem Niveau angeglichen, was für den Euro spricht. Die Europäische Zentralbank dürfte anfangs zu einer strengen Zinspolitik neigen, um zu beweisen, dass sie für einen starken Euro eintritt.


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