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Informationsmüll ade!

Die IT im Unternehmen ist zunehmend gefordert, sich als interner Dienstleister der anderen Unternehmenseinheiten zu verstehen. Im Vordergrund stehen nicht mehr technische Raffinesse, sondern IT-Lösungen, die die Geschäftsprozesse qualitativ hochwertig und effizient abbilden, so Dr. Winfried Materna (*) .

Der Erfolg eines Unternehmens ist heute maßgeblich auch von einer funktionierenden IT-Infrastruktur abhängig. Alle internen aber auch externen IT-Dienstleistungen müssen daher hohe Anforderungen hinsichtlich Service-Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit erfüllen. Intelligente Lösungen sind gefordert, die dem internen wie externen Kunden helfen. Vor dieser großen Herausforderung steht die IT in den kommenden Jahren. Noch vor ein oder zwei Jahren bedeutete Innovation, jede neueste technische Errungenschaft im eigenen Unternehmen einzusetzen. Im Jahr 2003 gilt das nicht mehr in gleichem Maße. Heute steht der Begriff Innovation für IT-Lösungen, die dem Unternehmen einen erkennbaren und messbaren Nutzen bieten, der sich in sinkenden Kosten oder einen besseren Service-Qualität ausdrückt.

Bei der internen Vermarktung der IT-Leistungen hilft entscheidend ein ausgefeiltes IT-Service-Management. Eine solche Vorgehensweise wird zunehmend die Zusammenarbeit zwischen IT- und Fachabteilung bestimmen. Um die Ziele möglichst kostenoptimal zu erreichen, treten Standardprozesse und Standardlösungen in den Vordergrund. Software- und Hardware-Hersteller sowie IT-Dienstleister müssen diese Tendenz fördern; Kosten und Leistungen der Anbieter werden dadurch natürlich transparenter.

Autonomes Computing

Einhergehend mit diesen Standardisierungs- und Vereinheitlichungsprozessen verläuft die automatisierte - gegebenenfalls sogar selbstreparative - Überwachung ganzer IT-Systeme bzw. entsprechender Prozessketten. Das neue Schlagwort heißt "Autonomes Computing": Es überwacht und verwaltet automatisiert gesamte IT-basierte Geschäftsprozesse, ohne dass die IT-Abteilung manuell eingreifen muss. Ähnlich der Kehrseite einer Medaille existiert zu jedem Geschäftsprozess ein Abbild in der IT. Gängige Management-Systeme überwachen aber nur einzelne, voneinander getrennte IT-Komponenten, die zu einem Geschäftsprozess gehören. Ihr Zusammenwirken berücksichtigen sie nicht ausreichend. Autonomes Computing übernimmt diese Aufgabe und überwacht IT-basierte Geschäftsprozessketten.

Bis dieses Ziel erreicht wird, verstreichen sicherlich noch einige Jahre. Einerseits sind die angebotenen Systeme erst in Teilen implementiert. Zum anderen existieren in den Unternehmen Management-Systeme von verschiedenen Herstellern, die eine Migration zu einem Zielsystem erschweren.

Informationsmüll reduzieren

Trendthema Nummer eins bleibt aber auch in diesem Jahr wieder das Internet. Web-basierte Anwendungen beherrschen bereits in weiten Teilen unser Berufsleben und durchdringen zunehmend auch den privaten Alltag. In diesem Zusammenhang erleben Wissens-Management-Lösungen, die zwischenzeitlich in Verruf geraten waren, eine Renaissance. Informationen und Wissen so zugänglich zu machen bzw. aufzubereiten, dass sie dem Suchenden tatsächlich helfen, ist nach wie vor eine große Herausforderung für die Software-Branche. Hier helfen intelligente Informations-Management-Lösungen. Sie erkennen sogar kontextsensitive Zusammenhänge. Die Software filtert möglichst personalisiert die relevanten Informationen heraus, die thematisch zum Suchbegriff passen. Und dies geht weiter über den reinen Suchbegriff hinaus.

Die Informationsfülle im Unternehmen und ihre möglichst intelligente Selektion bereitet Unternehmenslenkern nach Umfragen große Sorge: Der "Informationsmüll" beeinträchtigt nachhaltig die Effizienz der Mitarbeiter. Werkzeuge der genannten Art reduzieren dieses Dilemma.

Diese wenigen Beispiele zeigen, dass in diesem Jahr nicht mit spektakulären Entwicklungen in der IT zu rechnen ist: Wir sind in einer Phase der Konsolidierung und Reifung.

(*) 1980 gründete Winfried Materna die Materna und erkannte damit frühzeitig, welche große Zukunft die Informationstechnologie haben würde. Lesen Sie mehr über den Materna-Chef in seinem Portrait weiter ...

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