Infrastruktur für Export in guter Verfassung
Irak will Ölproduktion für Eigenbedarf erhöhen

Der Irak will nach offiziellen Angaben bis Ende Mai seine Ölproduktion deutlich auf rund 1,5 Mill. Barrel (1 Barrel = rund 159 Liter) pro Tag erhöhen und damit den Eigenbedarf des Landes decken. Das angestrebte Volumen entspricht rund zwei Dritteln der Menge, die das Land vor dem Krieg produziert hat.

Reuters BAGDAD. Zwar sei die Infrastruktur für den Ölexport in guter Verfassung, Vorrang habe zunächst aber die Deckung des Eigenbedarfs, sagte der erst jüngst ernannte irakische Öl-Chef Thamir Ghadhban am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters in Bagdad. Derzeit fördert der Irak rund 200 000 Barrel Öl täglich. "1,5 Mill. Barrel täglich entspricht dem notwendigen Maß, um den Energiebedarf für die Stromversorgung sowie für einige Industrieanlagen zu decken", fügt er hinzu.

Der Irak ist Ghadhban zufolge rein technisch auch in der Lage, wieder Öl zu exportieren. "Ob wir physikalisch betrachtet wieder exportieren können? Ja, damit gibt es kein Problem", sagte er. Allerdings müssten zunächst vertragliche und andere damit in Verbindung stehende Probleme gelöst werden. "Das sind aber nicht die Fragestellungen, denen wir uns derzeit stellen."

Die Ölexporte aus dem Irak waren seit Beginn des Krieges der USA und Großbritanniens gegen das Land im März ausgesetzt worden. Sie machten im Rahmen des Hilfsprogrammes der Vereinten Nationen "Öl für Lebensmittel" vor dem Krieg rund vier Prozent der weltweiten Versorgung mit Öl aus. Das Programm erlaubte dem Irak den Export einer begrenzten Menge an Öl, um für den Erlös Lebensmittel und Medizin zu kaufen.

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